Daten zur Vorlesung


Dozent:

Prof. Dr.-Ing. Andreas Karcher

 

Übungsleiter:

Dr. rer. nat. Peter Hillmann


Modultyp
Wahlpflicht für Master Informatik, Wirschaftsinformatik und Cyber Sicherheit
Trimester
Jedes Herbsttrimester
ECTS-Punkte
6
TWS 5 Stunden
  Prüfungen gemäß Absprache zu Beginn des Trimesters
Modulnummer
1169  (MINF Modulhandbuch 2019) 

 

Zeitrahmen:

Vorlesung:

Donnerstags 8:00 bis 10:15 Uhr, Start 07.10.2021

Übung:

Mittwochs 8:00 bis 9:30 Uhr, Start 06.10.2021

 

Lehr- und Lernformen:

Das Modul unterteilt sich in eine Vorlesung und eine Übung pro Woche.

Es werden sowohl Lehrmethoden des fremdgesteuerten als auch des selbstgesteuerten Lernens angewendet.

Es wird auf die individuellen Voraussetzungen der Studierenden eingegangen, wobei hauptsächlich ein lehrgangsförmiger und kooperativer Unterricht mit Einzelarbeit stattfindet.

Arbeitsaufwand:

Workload in (h): 180 = Präsenzzeit in (h): 60 + Selbststudium in (h): 120

Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme:

Wünschenswert aber nicht notwendig sind Kenntnisse im Bereich Unternehmensstrukturen, wie sie in einer der Vorlesungen für "Projektmanagement" und "Enterprise Architecture und IT Service Management" vermittelt werden

 

Inhalte:

Im gegenwärtigen Digital-Zeitalter wird unsere Welt maßgeblich durch Informationstechnologie geprägt.

Mit der Globalisierung von Informationsflüssen in nahezu Lichtgeschwindigkeit nehmen Informationen die zentrale Bedeutung als Rohstoff und Ware des 21. Jahrhunderts ein.

Für eine moderne "Digitale Armee" bilden Informationen daher die essentielle Grundlage für existenzielle Entscheidungen.

Hierfür müssen relevante Informationen zur richtigen Zeit am korrekten Ort in angemessener Qualität und Quantität zur Verfügung stehen.

Im Rahmen der Wertschöpfung sind dazu mit Partnern Meldungen schneller, besser und digital innerhalb der Allianz abgestimmt und interoperabel zu gestalten.

Diese Gewährleistung und damit die Transformation vom Industrie- zum Digitalzeitalter ist die Herausforderung unserer Generation.

Die Informatik liefert hierfür den Werkzeugkasten und Methoden, um national als auch international im NATO-Bündnis die Voraussetzungen zu schaffen.

Ohne eine systematische und ganzheitliche Entwicklungsstrategie für die Streitkräfte lässt sich die ständig zunehmende Komplexität der Systeme und Prozesse nicht mehr beherrschen.

Der stetige Zuwachs an spezifischen Fähigkeiten und spezialisierten Diensten erschwert die Beherrschbarkeit zusätzlich.

Die Problematik besteht zudem in der Erreichung von System- und Datenkompatibilität unter den verschiedenen Systemen sowie in der korrekten Interpretation der Semantik von Informationen.

Insbesondere für Führungskräfte kommt es durch die Vernetzung der Daten zu einer Informationsflut, die einer strukturierten Verarbeitung und fokussierten Analyse zu unterziehen ist.

Dabei wird die Methoden- und Prozessorientierung als Voraussetzung für die funktionsübergreifende Zusammenarbeit der Elemente von NetOpFü behandelt.

 

Zunächst erfolgt eine grundlegende Einführung in die Begriffswelt, die Anforderungen und den zu erfüllenden Anspruch einer NetOpFü im trägernahen Kontext.

Dies beinhaltet die mit der digitalen Transformation einhergehenden Anwendungssysteme sowie die im Zusammenhang stehenden Wissens- und Informationsstrukturen.

Anschließend wird eine vertiefte Auseinandersetzung mit den aktuellen und im Rahmen der NATO-Streitkräfte unterstützenden Systemen und Integrationskonzepten durchgeführt.

Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung werden an Beispielen vermittelt: C4I (Command, Control, Communications, Computers, Intelligence) und Network Centric Warfare.

Weiterhin wird anhand ausgewählter Studien der zentrale Ansatz des Concept Development & Experimentation (CD&E) vorgestellt, der für die Gestaltung, Validierung und Einführung von IT-gestützten Verfahren und Methoden zentrale Bedeutung hat.

Die dabei notwendigen administrativen und logistischen Prozesse zur Unterstützung der Führungsaufgaben runden die digitale Weiterentwicklungsstrategie ab.

Darüber hinaus werden Konzepte des Knowledge Management zur wissensbasierten Entscheidungsunterstützung in komplexen, vernetzten Operationen analysiert.

Mittels der architekturbasierten Gestaltung wird ein Ansatz zum strukturierten Vorgehen von Enterprise Architecture an Fallbeispielen von komplexen IT-Landschaften vertieft.

In der begleitenden Übung haben die Teilnehmer Gelegenheit, einzelne Aspekte anhand von Standards, Best Practices und Beispielen aus der aktuellen Forschung und Entwicklung zu vertiefen und so praktische Anwendungserfahrungen zu sammeln.

Abgerundet wird das Modul durch Experten, die von ihren unmittelbaren praxisnahen Erfahrungen mit Lösungsansätzen im Kontext der Vernetzten Operationsführung vertiefte Einblicke geben.

 

Verwendbarkeit:

Das Wahlpflichtmodul ist die Grundlage für weiterführende und vertiefende Veranstaltungen sowie wissenschaftliche Arbeiten im Kontext der Vernetzten Operationsführung. Es stellt Basiswissen für die Masterstudiengänge im Bereich Informatik/Wirtschaftsinformatik/Ingenieurinformatik/Cyber Sicherheit dar und ergänzt sich mit den Wahlpflichtmodulen für "Projektmanagement" und "Enterprise Architecture und IT Service Management".

 

Qualifizierungsziele:

Informations- und Kommunikationstechnologien beeinflussen in hohem Maße alle Bereiche des Lebens, so auch den militärischen Sektor.

Der dominierende Faktor Information und die damit zusammenhängende Technologie-Anwendung zur Gewinnung, Übertragung und Verarbeitung von Daten ist dabei unentbehrlich.

Damit die Studierenden später eine Führungsposition einnehmen können, wird ihnen die Perspektive von der Informations- und Wissensüberlegenheit zur Führungs- und Wirkungsüberlegenheit angeeignet.

Die erfolgt anhand zentraler Elementen der Vernetzten Operationsführung (NetOpFü).

Dieses Modul bereitet die Teilnehmer detailliert auf die Digitalisierung und das Wissensmanagement vor und vermittelt dabei umfassende Methoden- und Technologiekenntnisse.

Die Studierenden erlernen Fähigkeiten zum Führen von vernetzten Operationen mit deren entsprechender Begriffswelt.

Dazu gehören das kritische Grundverständnis der domänenspezifischen Anforderungen sowie vertiefte Kenntnisse über Aufbau und Funktion der eingesetzten Standardsysteme.

Neben entsprechenden Anwendungsgrundlagen und wissenschaftlichen Ansätzen, werden Methoden zur eigenständigen Konzeption und Gestaltung angepasster IT-Lösungen aufgezeigt.

 

Verwertbarkeit:

Das Wahlpflichtmodul ist die Grundlage für weiterführende und vertiefende Veranstaltungen sowie wissenschaftliche Arbeiten im Kontext der Vernetzten Operationsführung und SASPF. Es stellt Basiswissen für die Masterstudiengänge im Bereich Informatik/Wirtschaftsinformatik/Ingenieurinformatik/Cyber Sicherheit dar und ergänzt sich mit den Wahlpflichtmodulen für "Projekmanagement" und "Enterprise Architecture und IT Service Management".

Leistungsnachweis:

Schriftliche Prüfung von 60 Minuten Dauer oder mündliche Prüfung von 30 Minuten Dauer oder leistungsbezogener Notenschein. Die Art der Prüfung wird jeweils zu Beginn des Moduls bekannt gegeben.