19. Coping-Tagung am Department für Psychologie (Mai 2014)

Mitte Mai 2014 fand an der Universität der Bundeswehr München die 19. Coping-Tagung am Department für Psychologie statt. Dabei ging es vor allem um den Prozess der Bewältigung von Stress und belastender Lebensereignisse.
19. Coping-Tagung am Department für Psychologie (Mai 2014)

Die Tagungsteilnehmerinnen und Teilnehmer mit Prof. Karl-Heinz Renner (1.v.l.)

Im ersten von zwei Eröffnungsvorträgen stellte eine Forschergruppe der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und der Universität Bamberg ein neu entwickeltes diagnostisches Verfahren zur Erfassung von Angst und Freude bei Kindern und Jugendlichen vor, das die genannten Emotionen u.a. in drei schulischen Kontexten (Klassenarbeit, Pause, Tafelsituation) untersucht und aufbereitet. Im Anschluß präsentierte der Organisator der Tagung, Prof. Karl-Heinz Renner (Universität der Bundeswehr München) zusammen mit Stephanie Klee (Fernuniversität Hagen) eine neue Studie, in der sich erstmals ein Persönlichkeitsprofil empirisch nachweisen ließ, das bei Berufen mit Rettungsauftrag (Rettungssanitäter, Feuerwehr, Polizei) bisher lediglich theoretisch postuliert wurde. Demnach sind Personen in den genannten Berufen besonders extrovertiert, emotional stabil, gewissenhaft, verträglich und risikobereit, aber wenig offen für neue Erfahrungen und Ideen. Die niedrig ausgeprägte Offenheit ist in den genannten Berufen kein Nachteil, weil in belastenden Einsatzsituationen standardisierte Verfahrensabläufe ausgeführt werden müssen, die keine „neuen Ideen“ gestatten. Das identifizierte Profil wird als „Rescue Personality“ bezeichnet und gilt als funktional für die Bewältigung von Stress in Berufen mit Rettungsauftrag. Die weiteren Vorträge der Tagung erörterten Themen wie die "stressbezogene Emotion" Ärger, psychodiagnostische Kurzskalen, biologische Grundlagen der Selbstregulation sowie die Effekte von expressivem Schreiben über eine bevorstehende Leistungssituation.

Etablierung des Forschungsschwerpunktes Trauma, Stress- und Krisenbewältigung

Für Prof. Renner war es eine besondere Freude, die 19. Coping-Tagung an der Universität der Bundeswehr München ausrichten zu können, da am neu gegründeten Department für Psychologie an der Fakultät für Humanwissenschaften ein Forschungsschwerpunkt zum Thema Trauma, Stress- und Krisenbewältigung etabliert werden soll. Die vor über 30 Jahren von Prof. Heinz Walter Krohne (Johannes-Gutenberg-Universität Mainz) initiierte Fachtagung dient dem wissenschaftlichen Austausch von Experten/innen, die zum Thema Stress und Bewältigung forschen.

Aktuelles
Bietz, J. & Scherer, H.-G. (2017). Sportliches Bewegen zwischen Krisen des Handelns und ästhetischer Erfahrung – ein Beitrag zur sportpädagogischen Gegenstandsbestimmung. Zeitschrift für sportpädagogische Forschung, 5 (2), 67-86.
Scherer, Hans-Georg (2017). Interdisziplinäre Perspektiven der Sportdidaktik. Zeitschrift für sportpädagogische Forschung, 5 (1), 5-26
Klee, S. & Renner, K.-H. (2016). Beyond pride and prejudices: An empirical investigation of German Armed Forces soldiers' personality traits, 88, 261-266.
Ode, Erik (2015): „Bildung als Widerstand – zur Aktualität eines humanistischen Menschenbildes“. In: Bauer, Horst Philipp/ Schieren, Jost (Hrsg.): Menschenbild und Pädagogik. Weinheim: Beltz Juventa.
(2015) Pietraß, Manuela. Medien. In Dinkelacker, Jörg, Hippel, Aiga von (Hrsg.). Erwachsenenbildung in Grundbegriffen. Stuttgart: Kohlhammer Verlag.
Busch, Dominic (2015): "Kultur machen? Nie trägerlos! Versuch einer Standortbestimmung des Kollektivansatzes." In: Zeitschrift für Kultur- und Kollektivwissenschaft 1 (1):111-153.
Busch, Dominic (2015): "Mediation." In: Bennett, Janet M. (Hrsg.): The SAGE Encyclopedia of Intercultural Competence. Thousand Oaks, London, New Delhi: Sage: 608-611.
Papaioannou, A.G. & Hackfort, D. (Eds.). (2014). Routledge companion to sport and exercise psychology. Global perspectives and fundamental concepts.
3. Gesundheitstag "Betriebliches Gesundheitsmanagement" am 06.05.2015
Am 20. Mai 2015 fand die Veranstaltung "Psychologie ohne Seele. Behandlungsgrenzen der Medizin" mit dem Schriftsteller Martin Mosebach und dem Professor für Allgemeine Psychologie, Prof. Dr. Wolfgang Mack, in der Dresden International University statt.
Forschung im Rahmen des Mentorenprogramms „Balu und Du“ (Januar 2015)
Manthey, L., Vehreschild, V. & Renner, K.-H. (2015). Effectiveness of Two Cognitive Interventions Promoting Happiness with Video-Based Online Instructions.
Laux, L. & Renner, K.-H. (2015). Persönlichkeitspsychologie.
Prof. Dr. Maes, Prof. Dr. Mack, Prof. Dr. Leipold, Prof. Dr. Renner & Nora-Corina Jacob (2015), Krise und Chance: Humanwissenschaftliche Perspektiven.
Jacob, N.-C. (2014). Lernen von kreativen Vordenkern – Ein Workshop zur Kreativitätsförderung.
Müller, Sascha; Rothermund, Klaus; Wentura, Dirk (2015): Relevance drives Attention
Mack, Wolfgang; Lück, Helmut; Renner, Karl-Heinz; et al. (2014): Behaviorismus Und Erkenntnistheorie Im Psychologisch-historischen Kontext
Erik Ode (2014): "MOOCs - Anfang oder Ende der modernen Universität?". In: Vierteljahrsschrift für wissenschaftliche Pädagogik. Heft 4.
In-Game-Folter ohne mich? "Moralische" Entscheidungen in Computerspielen. Am 10.02.2015 in der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien
Symposium of the Anglo-German Educational Research Group (AGERG) 5. - 6. Februar 2015 an der Universität der Bundeswehr, Department für Bildungswissenschaft
Erik Ode (2014): "Der Wahrheit versprochen. Jacques Derrida und das Vermächtnis der Dekonstruktion". In: Fuchs, Birgitta / Farokhifar, Karin / Schütte, André (Hrsg.): Fragile Existenz - Antworten französischer Philosophen.
Pietraß, Manuela.(2014) Der empirische Unterschied zwischen Lernen und Bildung. Vierteljahreschrift für wissenschaftliche Pädagogik, 3/2014, S. 316-376.
Erik Ode (2014): "Kontinuitäten und Brüche. Der klassische Bildungsbegriff nach der empirisch-sozialwissenschaftlichen Wende".
19. Coping-Tagung am Department für Psychologie (Mai 2014)
Pietraß, Manuela (2014). Medienbildung als Umgang mit Medienwirklichkeit(en) - ein rahmentheoretischer Ansatz.
Pietraß, Manuela (2014). /Was heißt "Medialitätsbewusstsein"? Eine Ausdeutung des Berichtes des BMBF "Kompetenzen in einer digital geprägten Kultur"
2. Gesundheitstag Beanspruchung am Arbeitsplatz 28.05.2014
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