Forschung

 

 

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Forschungsprojekte früherer Professurinhaber

 


Prof. Dr. Krassimir Stojanov

(Stand 10.01. 2010)

 

I. Forschungsprojekte

 

Educational Theory and Traditions – Integration of Educational Theories on Bildung and Growth (University of Oulu, Finland)

 

Funktion: Mitglied der Senior Research Group. Projektleiter: Prof. Dr. Pauli Siljander (Universität Oulu), Zeitraum (1.01.2010 – 31.12.2014), Gefördert durch: Finish Academy of Science (500000 EUR), 

Kurzbeschreibung: Die Projektbeschreibung befindet sich auf www.edu.oulu.fi/bildungandgrowth

 

„Begabung“ als Diskurstopos in Politik, Medien und Wissenschaft (Universität der Bundeswehr München und Institut für Sozialforschung Frankfurt)

 

Funktion: Projektleiter. Zusammen mit: Prof. Dr. Axel Honneth (IFS Frankfurt) (Projektleiter) und Claudia Schumann (MA) (UniBw München), Zeitraum: 1.01. 2009 – 31.12.2012, Bisher gefördert durch: Forschungsfond der Universität der Bundeswehr München (50000 EUR). Ein Antrag auf Finanzierung wurde in September 2009 bei der DFG gestellt.

 

Kurzbeschreibung: Das Ziel des Forschungsprojektes ist es, die diskursiven Bedeutungszuschreibungen und die politischen Funktionen des Begriffs „Begabung“ reflexiv zu rekonstruieren, so wie sie sich im Zusammenspiel zwischen Medien, Politik und Wissenschaft in Deutschland derzeit herausbilden. Durch eine Pilotstudie zu den diskursiven Verwendungsweisen der Bildungsgerechtigkeitskategorie konnten wir feststellen, dass im Anschluss an die PISA-Studien die Forderung nach einer begabungsgerechten Verteilung von Bildungsressourcen die massenmedialen und bildungspolitischen Diskurse dominiert. Dabei wird die Kategorie „Begabung“ nicht nur in diesen Diskursen, sondern auch in der empirischen Bildungsforschung kaum expliziert. Nach unseren Voruntersuchungen wird in diesen Diskursen häufig unreflektiert ein substantialistisches Verständnis der Begabungskategorie vorausgesetzt, welches Begabung weitgehend auf frühkindlich festgelegte „kognitive Ausgangsvoraussetzungen“ reduziert. Diese Auffassung ist insofern für politische Instrumentalisierungen anfällig, als sie den Ausschluss vieler Kinder und Jugendlichen aus den höheren Bildungssegmenten

tendenziell rechtfertigt und soziale Gründe für individuelle Bildungsmisserfolge marginalisiert. In der geplanten Studie sollen mit Hilfe der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse zunächst die impliziten Bedeutungszuschreibungen von „Begabung“ in den genannten Diskursen präzise rekonstruiert werden. In einem nächsten Schritt soll dann untersucht werden, inwiefern und ggf. nach welchen Mechanismen politische Instrumentalisierungen dieser Bedeutungszuschreibungen stattfinden. Dies erfordert insbesondere, die wechselseitige Beeinflussung zwischen Medien, Politik und Wissenschaft bei den diskursiven Bedeutungsfestlegungen der Kategorie „Begabung“ zu untersuchen. Damit wird ein exemplarischer Zugang zu den Mechanismen des „Agenda-Settings“ (Bernhard Peters) in der nationalen Öffentlichkeit gewonnen.

Ausgangspunkt für die anvisierte qualitative Inhaltsanalyse ist die Leitdifferenz zwischen der historischen statisch-substantialistischen Auffassung und dem neueren dynamisch-prozessuralen Verständnis von Begabung, die den internationalen Diskussionsstand in der Begabungsforschung charakterisiert. Diese Leitdifferenz bildet mit entsprechenden Unterdifferenzierungen das vorläufige kategoriale Raster für die Textanalyse der zu untersuchenden Publikationen aus Medien, Politik und Bildungsforschung und wird im Laufe der Untersuchung noch weiter präzisiert.

 


 

II. Kürzlich abgeschlossene Projekte

 

Konzeptuelle Entwicklung eines anerkennungstheoretischen Bildungsbegriffs vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Multikulturalisierungsprozesse (Universität Hannover)

 

Funktion: Projektleiter

,

Zeitraum: 1.11.2002 – 30.10.2005, 

Gefördert durch: DFG

Umfang der Förderung: Eigene Stelle (BAT 2a) für 3 Jahre,  1 studentische Hilfskraft für 3 Monate, 13800 € Sachmittel

 

Kurzbeschreibung: Im Rahmen des Projekts wird der Versuch unternommen, eine Theorieperspektive auf die sozial-intersubjektiven Voraussetzungen und Verlaufsmuster von Bildungsprozessen unter posttraditionellen Bedingungen konzeptuell zu entwickeln. Dies geschieht auf der Grundlage einer bildungstheoretischen Umsetzung und Erweiterung des neuen anerkennungstheoretischen Ansatzes. Ein wichtiges Ergebnis der Studie ist, dass die Fähigkeit zur intersubjektiven Anerkennung in ihren unterschiedlichen Formen das Kernstück pädagogischer Professionalität ausmacht. Die Kultivierung dieser Fähigkeit erfordert die systematische Aufarbeitung der eigenen Erziehungs- und Bildungsbiographie. 

 

Wichtigere Veröffentlichungen aus diesem Projekt:

Stojanov, Krassimir: Bildung und Anerkennung. Soziale Voraussetzungen von Selbst-Entwicklung und Welt-Erschließung. Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden 2006, 232 S.

 

Stojanov, Krassimir: Intersubjective Recognition and the Development of Propositional Thinking. In: Journal of Philosophy of Education, Vol. 41, No. 1 2007, S. 75-93

 

Stojanov, Krassimir: Bildung as Deontic Scorekeeping? Toward a Social-Pragmatist Approach in Educational Theory. Papers of the Annual Conference of the Society for Philosophy of Education of Great Britain Oxford 2007. http://www.philosophy-of-education.org/conferences/pdfs/Stojanov%20PESGB%202007.pdf

 

 

Bildungsgerechtigkeit als essentially contested concept zwischen Medien, Politik und Bildungsforschung (Goethe Universität Frankfurt)

 

Funktion: Projektmitarbeiter. Projekteiter: Prof. Dr. Axel Honneth (Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Frank-Olaf Radtke (Goethe-Universität Frankfurt), Zeitraum: Juli 2006 – Juni 2008

, Gefördert durch: Forschungsfond der Universität Frankfurt (3500 €).

 

Kurzbeschreibung: Die Zielsetzung dieses Vorhabens ist es, die gegenwärtig zentralen semantischen und argumentativen Verwendungszusammenhänge der Kategorie der Bildungsgerechtigkeit in Medien, Politik und Bildungsforschung in Deutschland analytisch zu rekonstruieren. Hierbei sollen insbesondere Differenzen und Isomorphien zwischen den drei genannten Diskursbereichen analysiert werden.  Diese Zielsetzung ist durch den Umstand motiviert, dass nicht zuletzt veranlasst durch die Ergebnisse internationaler Schuluntersuchungen wie PISA, in den letzten Jahren eine intensive öffentliche Diskussion über Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit im Bildungswesen Deutschlands stattfindet. Die Weiterentwicklung dieser Diskussion bedarf der systematisch-analytischen Reflexion der zentralen Begrifflichkeiten und Argumentationsmuster, mit denen ihre Akteure in den Medien, in den politischen Parteien und in der Bildungsforschung operieren. Die so skizzierte Zielsetzung des Vorhabens konkretisiert sich in seiner Fragestellung, die sich wie folgt zusammenfassen lässt: Die Gerechtigkeitskategorie ist im Diskurs der Politischen Philosophie beheimatet. Hierin trägt diese Kategorie insofern die Züge eines „essentially contested concepts“ nach W.B. Galie, als der genannte Diskurs durch eine Ausdifferenzierung von drei distinktiven, sich widerstreitenden systematischen Gerechtigkeitsmodellen der Verteilungs-, der Teilhabe- und der Anerkennungsgerechtigkeit geprägt ist. Diese Modelle enthalten unterschiedliche und zum Teil auch widersprüchliche Implikationen für den Begriff der Bildungsgerechtigkeit. Wir untersuchen vergleichend, inwieweit und wie diese drei Gerechtigkeitsmodelle in ihrem Widerstreit sich jeweils in den medialen, den parteipolitischen und den bildungswissenschaftlichen Strängen der „post-PISA“ Diskussion über Bildungsgerechtigkeit widerspiegeln. Die Untersuchung wird anhand einer Qualitativen Inhaltsanalyse einschlägiger Zeitungsartikel, parteipolitischer Programmdokumente  und der Schriften der deutschen PISA- und IGLU-Konsortien sowie des Aktionsrates Bildung unter Zuhilfenahme des Computerprogramms MAXqda2 durchgeführt werden. 

 

Veröffentlichungen zu diesem Projekt:

 

Die Kategorie der Bildungsgerechtigkeit in der bildungspolitischen Diskussion nach PISA. Eine exemplarische Untersuchung. In Zeitschrift für Qualitative Forschung, 9 Jg., Heft 1-2 2008, S. 209-230

 

Bildungsgerechtigkeit als Freiheitseinschränkung? Kritische Anmerkungen zum Gebrauch der  Gerechtigkeitskategorie in der empirischen Bildungsforschung. In Zeitschrift für Pädagogik, 54 Jg. 2008, Heft 4, S. 515 - 530

 

Bildungsgerechtigkeit im Spannungsfeld zwischen Verteilungs-, Teilhabe- und Anerkennungsgerechtigkeit. In: Wimmer, Michael/ Reichenbach, Roland/ Pongratz, Ludwig (Hg.): Gerechtigkeit und Bildung. Schöning. Paderborn 2007, S. 29-48

 

Which Educational Inequalities are Unjust? Papers of the Annual Conference of the Society for Philosophy of Education of Great Britain Oxford 2008. http://www.philosophy-of-education.org/conferences/pdfs/Krassimir_Stojanov.pdf

 

 



 


Prof. Dr. Arnim Kaiser (Stand 2007)

 

Projekt LeKo „Lernerfolg und Lernerfolgskontrolle"

 

Das Projekt wird aus den Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Laufzeit: März 2006 bis Februar 2007

 

Das Projekt "Lernerfolg und Lernerfolgskontrolle" will für verschiedenste Bereiche der Erwachsenenbildung differenzierte Verfahren entwickeln und erproben, mit deren Hilfe Teilnehmende ihren Lernerfolg realistisch einschätzen können.

Ziel ist es, Lernerfolgskontrollen in Form objektivierter Verfahren verbindlich in jedes Lehr-/Lernarrangement einzubeziehen und in Passung zu den jeweiligen Seminarzielen zu bringen.

Lernerfolgskontrolle wird im Projekt begriffen als Lernstandortsbestimmung und Lernprozessbegleitung. Damit ist sie in erster Linie Instrument zur Lernerberatung, nicht dagegen ein Selektionskriterium.

Das Vorhaben schreibt Ansätze aus dem Vorgängerprojekt VaLe (Variation von Lernumgebungen) fort, indem der Zusammenhang von Lernumgebung, Lernertypen und Lernerfolgskontrolle erforscht wurde. Es greift auf dort entwickelte Instrumente wie Fragebögen, teilnehmende Beobachtung und Telefonbefragungen im Zeitabstand zurück. Die Kursleitenden nehmen aktiv an der Begleitforschung und an der Analyse der erhobenen Daten teil.

 

Träger:

Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung

Joachimstr. 1, 53113 Bonn

Tel.: 0228/90247-0; Fax: 0228/90247-29

e-mail: kbe@kbe-bonn.de

 

Projektleitung:

Reinhard Hohmann, M. A.

 

Wissenschaftliche Leitung:

Prof. Dr. Arnim Kaiser,

Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik an der Universität der Bundeswehr (München)

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

Verena Buddenberg, M.A. (München)

Monika Uemminghaus, M.A. (München)

Maren Wolter (München)

Cornelia Holzapfel (München)

Dipl.Päd. Kerstin Hohenstein (München)

Ruth Kaiser (Trier)

 

Kontakt: verena.buddenberg@unibw.de

 

 

Fakultät für Humanwissenschaften

Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaft