Erziehungsziele

Erziehungsziele und religiöse Einstellungen

Die Grundlage für die Untersuchung von Erziehungszielen und des Wandels religiöser Glaubensvorstellungen sind die Daten der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS), vor allem der Jahre 1982, 1992 und 2002. Es wird die Struktur der für wichtig gehaltenen Erziehungsziele und der Glaubensvorstellungen mittels Latent Class Analysen bestimmt, nach der sich die Befragten in ihren Präferenzen und Überzeugungen klassifizieren lassen. Ausgangspunkt der beabsichtigten Analysen ist die Feststellung, dass im Westen der Bundesrepublik Deutschland ein Prozess der Säkularisierung zu beobachten ist. Das Ausmaß der kirchlichen Gebundenheit als Indikator für diesen Prozess der Verweltlichung geht gemeinsam mit der Verbreitung christlicher Glaubensüberzeugungen zurück. Die bisherigen Analysen zeigen dies in einem Vergleich von 1982 und 1992 für die Nachkriegsgeneration (Geburtsjahrgänge 1945 bis 1964). Der Vergleich mit den Gegebenheiten im Osten Deutschlands im Jahre 1992 zeigt, dass die kirchliche Gebundenheit weitaus weniger verbreitet ist und dementsprechend christliche Glaubensüberzeugungen von viel weniger Personen vertreten werden. Beziehungen der Glaubensüberzeugungen zu weiteren Indikatoren der Religiosität unterstreichen diese Befunde. Die Beziehung zu den bevorzugten Erziehungszielen (Autonomie, Konformität und Leistung und Sozialbezogene Tugenden) ist ein weiterer Analyseschritt.

Ausgewählte Veröffentlichungen zum Thema