Bildungswissenschaft, insbesondere interkulturelle, Medien- und Erwachsenenbildung (B.A.)

 

Studiengang:   Bildungswissenschaften
Fakultät:  Humanwissenschaften
Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
Studienform:  Vollzeit, Präsenzstudium, grundständig
Unterrichtssprache: Deutsch
Studienbeginn: Herbsttrimester
Regelstudienzeit: 3 Jahre
Kontakt Fachstudienberatung:  Prof.  Dr. Dominic Busch
Email:  dominic.busch@unibw.de
Homepage:  www.unibw.de/hum/studium

 

               I.      Studiengangbeschreibung

Das übergreifende Ziel des Studiengangs Bildungswissenschaft, insbesondere interkulturelle, Medien- und Erwachsenenbildung, ist es, die Studierenden dazu zu befähigen, Bildungsprozesse Erwachsener in ihren sozialen und institutionellen Voraussetzungen zu analysieren, solche Prozesse zu initiieren, anzuleiten, beratend zu unterstützen und zu organisieren. Dabei sollen insbesondere mediale, interkulturelle und konflikthaftkommunikative Bildungskontexte berücksichtigt werden. Vor dem Hintergrund einer Grundlagenausbildung, die sich an den curricularen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) orientiert, fokussiert sich der Studiengang Bildungswissenschaft auf:

 

(1) Erwachsenenbildung/Weiterbildung und Bildungsmanagement,

(2) Medialer Wandel, Lehren und Lernen mit Medien sowie Medienbildung,

(3) Interkulturelle Bildung, Kommunikation und Konfliktbearbeitung.

 

Absolventinnen und Absolventen dieses Studiengangs erwerben durch diese Profilierung ein hochattraktives und an gesellschaftlichen, insbesondere kulturellen, medialen und ökonomischen Entwicklungen ausgerichtetes Qualifikationsprofil, das sich durch folgende Schlüsselkompetenzen auszeichnet:

 

  • analytische Kompetenz, Phänomene des medialen, ökonomisch-soziodemographischen Wandels, der interkulturellen Kommunikation sowie soziale Konflikte und deren Bedeutung für Bildungsprozesse mit Hilfe relevanter Theorien zu beschreiben, zu verstehen und zu erklären

 

  • methodische Kompetenz, schwerpunktbezogene Fragestellungen zu entwickeln und mit den Mitteln qualitativer und quantitativer Sozialforschung empirisch zu untersuchen sowie

 

  • praktische Kompetenz, auf der Basis empirischer und theoretischer Befunde pädagogische Praxis zu organisieren, zu beraten und zu verbessern, pädagogische Interventionen zu evaluieren und diese Wissensbestände in nicht genuin pädagogischen Kontexten (z.B. Politik, Wirtschaft, Bundeswehr) zu vermitteln

             II.      Studienvoraussetzungen

Studienvoraussetzung ist die Allgemeine Hochschulreife. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht notwendig.

 

           III.    Vorbereitung auf das Studium

 Als Vorbereitungslektüren (keine Pflichtliteratur) empfehlen sich folgende Bücher:

  • Dörpinghaus, Andreas; Poenitsch, Andreas & Wigger, Lothar (2008). Einführung in die Theorie der Bildung. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft.
  • Gudjons, Herbert (2008). Pädagogisches Grundwissen: Überblick - Kompendium -Studienbuch (10. Auflage).Stuttgart: Uni Taschenbücher Verlag.

Raithel, Jürgen; Dollinger, Bernd & Hörmann, Georg (2009). Einführung Pädagogik: Begriffe - Strömungen- Klassiker - Fachrichtungen (3. Auflage). Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

           IV.    Fähigkeiten und Neigungen

Für den Studienerfolg ist ein hohes Maß an systematischem Denkvermögen, methodischem Handeln, Leistungsbereitschaft sowie Interesse an bildungswissenschaftliche Fragestellungen in Forschung und Praxis erforderlich.

 

           IV.      Fähigkeiten und Neigungen

Studierende sollten über Basisfähigkeiten zum systematischen Denken und methodischen Handeln verfügen, Bereitschaft zum interdisziplinären Arbeiten mitbringen und insbesondere Interesse an bildungswissenschaftlichen Fragestellungen haben. Die Bereitschaft zur Reflexion der eigenen Bildungsbiografie sowie Interesse an „fremden“ Kulturen und an digitalen Medien sind von Vorteil.

 

            V.      Aufbau des Studiengangs

Der Studiengang umfasst zehn Lehrgebiete, die sowohl grundlegende als auch vertiefende Aspekte zur Bildungswissenschaft im Allgemeinen und zur interkulturellen, Medien- und Erwachsenenbildung im Speziellen abdecken. Die Regelstudienzeit für den Bachelor beträgt im „Normalstudium“ drei Jahre. Um den qualifizierten Übergang in den Master nach Ende des 7. Trimesters zu erreichen, ist es notwendig, das „Intensivstudium“ zu absolvieren. Dadurch verkürzt sich die Studienzeit für den Bachelor um zwei Trimester. Im ersten Studienjahr wird den Studierenden in verpflichtenden Einführungsmodulen pädagogisches, soziologisches,

psychologisches und forschungsmethodisches Grundlagenwissen vermittelt. In ebenfalls als Einführungen konzipierten Pflichtmodulen werden die Bereiche Erwachsenenbildung und Bildungsmanagement, Medienbildung und Lehren und Lernen mit Medien sowie interkulturelle Bildung und interkulturelle Kommunikation und Konfliktbearbeitung grundlegend behandelt. Zudem sind zwei Standardkurse aus dem verpflichtenden Begleitstudium studium plus zu belegen. Am Ende des ersten Studienjahres ist in der Regel in der vorlesungsfreien Zeit der erste Teil eines Praktikums abzuleisten. Im zweiten Studienjahr bieten alle zehn Lehrgebiete den Studierenden vertiefende Module bestehend aus je drei Veranstaltungen an. Durch die freie Wahl von sechs aus zehn vertiefenden Wahlpflichtmodulen werden die Studierenden mit exemplarischen, auf die Schwerpunkte des Studiengangs bezogenen, Problemstellungen vertraut gemacht. Die Studierenden werden hier in die Lage versetzt, gesellschaftliche Bedingungen ihrer Interessenschwerpunkte analytisch zu hinterfragen. Hinzu kommt der verpflichtende Trainingskurs aus dem Begleitstudium studium plus.  Am Ende des zweiten Studienjahres erfolgt der zweite Teil des Praktikums. Das dritte Studienjahr ist im „Intensivstudium“ für den Abschluss des Bachelors durch Verfassen der Bachelorarbeit und den Beginn des Masters vorgesehen. Die Bachelorarbeit ist in einem der zehn Lehrgebiete im 7. Trimester zu verfassen. Im „Normalstudium“ absolvieren die Studierenden im dritten Studienjahr die beiden noch ausstehenden zwei Wahlpflichtmodule und beenden die Bachelorarbeit im 9. Trimester. Mit der Bachelorarbeit stellen die Studierenden unter Beweis, dass sie das Bachelorstudium erfolgreich absolviert haben und die Fähigkeit zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten erworben haben.

 

           VI.      Berufsbilder

Das im Studiengang erworbene Kompetenzprofil eröffnet Perspektiven für unterschiedliche Handlungsfelder sowohl innerhalb als auch außerhalb der Bundeswehr. Durch die Schwerpunktsetzungen erhalten Studierende vielfältige Berufsoptionen: Sie werden für Tätigkeiten im Bereich der Entwicklung, Implementation und Evaluation von Bildungsmedien ausgebildet. Zudem können Absolventen in den Bereichen allgemeine, kulturelle, mediale, politische und künstlerische Weiterbildung wie auch in den Bereichen berufliche und betriebliche Weiterbildung, Personalentwicklung und Bildungsmanagement sowie in unterschiedlichen Feldern der Beratung arbeiten. Des Weiteren ergeben sich Berufsoptionen im Diversity Management, in der interkulturellen Konfliktprävention und Konfliktbearbeitung oder in der pädagogischen Gestaltung und Organisation interkultureller Beratungs- und Weiterbildungsangebote.

 

         VII.      Weiterführende Information

Für weitere Informationen zum Studiengang Bildungswissenschaft, insbesondere interkulturelle, Medien- und Erwachsenenbildung besuchen Sie bitte die Seite: http://www.unibw.de/hum/studium. An der Universität der Bundeswehr München haben Sie auch die Möglichkeit, Teile Ihres Studiums im Ausland zu absolvieren. Informationen über Programme und Partnerhochschulen erhalten Sie unter: www.unibw.de/auslandsbuero.