Quartalsrückblick Sommer 2026

25 September 2026

In den vergangenen Monaten waren die Mitglieder der Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung/Weiterbildung national und international unterwegs, um die Professur auf verschiedenen Veranstaltungen zu vertreten.

Mitte Juli fand in Erkner, Nähe Berlin, die von der DGfE (Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft) organisierte Summer School zu qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden statt. Bei dieser Summer School haben Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, sich in Hinblick auf ihre Qualifizierungsarbeiten weiterbilden zu lassen. Kern dieser Veranstaltung sind Methoden-Workshops, welche von erfahrenen Forscher*innen durchgeführt werden. Denise Klinge übernahm im Rahmen der DGfE-Summer School einen Workshop mit dem Titel "Dokumentarische Methode und die Erforschung (post-)digitaler Phänomene". In diesem Kurs wurden die Erhebung und Auswertung im Sinne der Dokumentarischen Methode behandelt, mit dem Ziel, (post-)digitalen Gegenständen, wie beispielsweise Social Media Apps oder Memes, gerecht zu werden und die Dokumentarische Methode in Erweiterung und Hybridität zu verstehen.

Im August waren Denise Klinge und Nikolas Fexon bei der European Conference on Educational Research (ECER) in Tampere im Süden Finnlands zu Gast. Die ECER wird von der European Educational Research Association (EERA) veranstaltet und fand in diesem Jahr zum Thema der sich verändernden Voraussetzungen und Potenziale von Bildungsforschung statt. In Zusammenarbeit mit Caroline Grabensteiner (Goethe-Universität Frankfurt am Main) steuerten Denise Klinge und Nikolas Fexon einen Beitrag mit dem Titel „AI Collective – A Collaborative Exploration between students, professors, and researchers of Studying in times of Artificial Intelligence“ bei. Im Rahmen dieses Beitrages wurde das Konzept eines KI-Kollektivs vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Professor*innen, Forschenden und Studierenden, die sich gemeinsam mit dem Umgang mit KI in Studium und Lehre beschäftigen. Der Beitrag enthielt erste Ergebnisse einer vom KI-Kollektiv konzipierten und durchgeführten Befragung von Studierenden aus dem Herbst 2025 sowie einen Einblick in die Evaluation eines von Nikolas Fexon angeleiteten Pilot-Seminars mit dem Titel „KI gemeinsam gestalten“.

Im September folgte ein Besuch an der Universität Zürich, wo die Jahrestagung der DGfE-Sektion Erwachsenenbildung abgehalten wurde und in diesem Jahr unter der Überschrift der Erwachsenenbildung im Kontext gesellschaftlicher Transformation stattfand. Denise Klinge organisierte für diese Tagung in Zusammenarbeit mit Thomas Wendt (Universität Trier) das Panel mit dem Thema „Digitale Transformation (in) der Erwachsenenbildung. Strukturen, Praktiken und Zukünfte im Kontext Künstlicher Intelligenz". Außerdem stellten sie gemeinsam mit Nikolas Fexon einen Beitrag mit dem Titel "AI Literacy von und in Organisationen der Erwachsenenbildung"  vor, der sich mit der Frage beschäftigte, inwiefern sich organisationale AI Literacy systematisieren und empirisch rekonstruieren lässt. Präsentiert wurden unter anderem erste Ergebnisse einer Studie, bei welcher Akteur*innen zweier großer deutschen Organisationen der Erwachsenen- und Weiterbildung befragt wurden.

Foto: DGfE-Sektion Erwachsenbildung, September 2026.