Schwerpunkt der Lehre

Die Lehre an der Professur ergänzt das gegenwartsorientierte Studium der Staats- und Sozialwissenschaften um längerfristige Perspektiven. Wir betrachten dabei die Frühe Neuzeit sowohl als Epoche der „Frühmoderne“, in der Grundlagen für die heutige Welt geschaffen wurden, als auch in ihrer Fremdartigkeit.
Im Hinblick auf das Studium im ersten Studienjahr ist die Professur mit zentralen Einführungsveranstaltungen befasst: der Überblicksvorlesung zur Frühen Neuzeit im HT (= Epochen der Geschichte I), dem Kurs zur Technik wissenschaftlichen Arbeitens im WT und dem geschichtswissenschaftlichen Propädeutikum im FT. Im weiteren Verlauf des Bachelorstudiums wird regelmäßig eine Vorlesung zur Entstehung moderner Staatlichkeit angeboten, darüber hinaus Veranstaltungen z. B. zur„Geschichte der Menschenrechte“.
Im Masterstudiengang konzentriert sich die Lehre auf die Frage nach der Bedeutung historischer Erinnerung für die Gegenwart (Modul „Wahrnehmung und Erinnerung“) sowie auf die Vermittlung unterschiedlicher methodischer Zugänge der Geschichtswissenschaft. Thematisch behandeln wir hier u. a. die Bedeutung historischer Reiseberichte oder die Vor- und Frühgeschichte von Rassentheorien und des Rassismus. Wir legen großen Wert darauf, die besonderen Möglichkeiten interdisziplinärer (Forschungs-)Seminare, z. B. zu „Orten der Gewalt“ aus historischer und soziologischer Perspektive, auch in die Lehre hineinzutragen. Schließlich organisiert die Professur mindestens in jedem zweiten Studienjahr eine Auslandsexkursion mit vorbereitender Übung unter dem Thema „Historische Beziehungen in Grenzräumen“, zuletzt nach Südtirol (2016), Slowenien (2017) und Zypern (2018).