ViM - Virtuelle Mobilitätswelt

18 Januar 2019

Univ.-Prof. Dr.-Ing Klaus Bogenberger, Professor für Verkehrstechnik und sein Mitarbeiter Cornelius Hardt haben beim Bayrischen Staatsministerium für Wirtschaft, Medien, Energie, Technologie erfolgreich das Projekt ViM – Virtuelle Mobilitätswelt, eingeworben.

Laufzeit: 1.10.2018 bis 30.9.2021
Förderer: Bay. Stm. Wirtschaft, Medien, Energie, Technologie


ViM widmet sich der Entwicklung eines Frameworks, welches das Kontext-basierte Verwenden digitaler Komponenten erlaubt, sowie reale und simulierte Mobilitätsdaten kombiniert und als Grundlage für Forschung und Dienstleistungen bereitstellt.

Im Rahmen von ViM soll eine Plattform für Forschungszwecke und für die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen aufgebaut werden, welche Akteuren sowohl zur Erprobung von neuartigen Mobilitätsdiensten als auch von neuartigen Fahrfunktionen auf technischer Ebene (z. B. kollaborative
Fahrmanöver) dienen kann. Ziel ist die Entwicklung eines Daten- und Software-Frameworks, welches das Einbringen und Verwenden unterschiedlicher digitaler und modularer Komponenten auf Basis ihres Anwendungskontexts ermöglicht, sowie Mobilitätsdaten, unter Berücksichtigung etwaiger proprietärer Bestandteile, als Grundlage für Forschung, Dienstleistungen und Applikationen bereitstellt. Die Plattform erlaubt insbesondere die Kombination von realen und simulierten Daten zur Generierung einer realitätsnahen virtuellen Welt. Datenanalyse-Module ergänzen dieses Abbild und helfen dieses zu bewerten und zu interpretieren.

Die Plattform wird somit die Möglichkeit bieten, reale Daten zu vervollständigen, Vorhersagen basierend auf diesen Daten zu machen, sowie verschiedene Mobilitätsszenarien zu simulieren und zu vergleichen.
Die Simulationen können abhängig von dem Kontext dynamisch optimiert werden und dienen somit als Werkzeug zur Ergänzung realer Daten. Die offene Plattform soll das Anbinden weiterer Simulatoren (agentenbasierte Simulation von Verkehrsteilnehmern, Simulation der Kommunikationsinfrastruktur wie z.B. LTE/5G), Plattformen (z.B. die vom Freistaat Bayern geförderte Connected Mobility Labs) oder Testfelder (z. B. digitales Testfeld Autobahn) erlauben. In Verbindung mit Datenanalysetechnologien, wird somit ein Framework geschaffen, welches die Qualität von Daten und Mobilitätsdiensten deutlich verbessern kann und eine realitätsnahe Untersuchung komplexer Verkehrsszenarien ermöglicht.

Die Innovation in ViM besteht in der Kombination von historischen, aktuellen Verkehrs- und Kontextdaten, Simulationsdaten und Datenanalysetechnologien um realistische, vollständige, kontextbasierte Datensätze zu generieren, als Basis für Mobilitätsdienste und zur Untersuchung hoch komplexer Mobilitätsszenarien. Eine solche virtuelle Mobilitätswelt existiert heute nicht und besitzt Alleinstellungscharakter. Im Rahmen von ViM gilt es, eine flexible, offene, bedienungsfreundliche, skalierbare und erweiterbare Plattform zu entwickeln und Mobilitätsanwendungen auf Basis der Kombination von zielgerichteten Datenanalysen und Simulationen, die über die bisherigen Vorhersagen deutlich hinausgeht, zu optimieren.


Projektpartner

BMW AG München, RBO Ingolstadt, TU München, Universiät Erlangen, Zukunft Mobility GmbH Kösching


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