FAFODI stellt sich vor

18 Februar 2019

Prof. Dr. Christian Schaum, Professor für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik und Prof. Dr. Steffen Krause, haben gemeinsam mit vier Verbundpartnern beim Interreg Österreich-Bayern Programm, das Projekt: „Optimierte Fettabscheidernutzung zur Gewinnung von Ressourcen und Reduzierung negativer Umweltauswirkungen“ - FAFODI, eingeworben.

Laufzeit: 01.11.2018 bis 31.10.2021
Förderer: EU-EFRE-Interreg Österreich-Bayern 2014-2020


Fette im Abwasser verursachen Probleme im Kanalsystem und zusätzlichen Sauerstoffbedarf in der Kläranlage. Andererseits kann aus den Fetten erneuerbare Energie gewonnen werden. Der Einbau von Fettabscheidern in der Gastronomie und bei Betrieben ist Stand der Technik. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig eine unbefriedigende Situation hinsichtlich dem Einsatz und dem Betrieb von Fettabscheidern. Dabei fehlen jedoch belastbare Daten, um die Auswirkung nicht installierter oder unzureichend gewarteter Fettabscheider quantifizieren zu können. Das Projekt soll dazu beitragen, technische, ökonomische und ökologische Optimierungspotentiale zu ermitteln. Dazu soll anhand eines Modellgebiets die Auswirkungen einer optimierten Fettabscheider-Wartung auf die Abscheideeffizienz der Anlagen sowie die Abwasserverschmutzung des Einzugsgebiets untersucht werden. Für das Modelleinzugsgebiet wird ein optimiertes Fettabscheiderwartungskonzept erarbeitet, umgesetzt und die Auswirkungen auf das Abwasser erfasst. Des Weiteren soll das Potential verschiedener Erfassungssysteme hinsichtlich der Reduzierung des Schadstoffeintrags ins Abwasser (Fette, Mikroplastik) und der Erhöhung der Erfassungsmenge der Altfette untersucht werden. Der Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt über Fettabscheider wird am Beispiel des Kläranlagenfettfangs erforscht. Altfette können zur Erzeugung erneuerbarer Energie genutzt werden, die Qualität der erfassten Fette für die Herstellung von Biodiesel soll bestimmt werden. Des Weiteren sollen die ökonomischen und ökologischen Auswirkungen des optimierten Konzeptes untersucht werden. Ein wesentlicher Punkt ist die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in der letzten Phase des Projektes.


Verbundpartner

  • Universität Insbruck - Institut für Infrastruktur (Koordination)
  • Abwasserveband Achental-Inntal-Zillertal
  • Dr.-Ing. Steinle Ingenieurgesellschaft für Abwassertechnik mbH
  • Abfallwirtschaft Tirol Mitte GmbH

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