Professor Dr.-Ing. Ingbert Mangerig began im Jahre 1969 zunächst mit dem Studium des Bauingenieurwesens an der Fachhochschule in Trier. An das Studium in Trier schloss sich eine zweijährige Tätigkeit als Tragwerksplaner an. Im Jahre 1974 entschloss er sich erneut, an die Hochschule zurückzukehren und begann das Studium des Bauingenieurwesens an der RWTH Aachen mit der Vertiefungsrichtung Konstruktiver Ingenieurbau.
Nach erfolgreichem Studienabschluss im Jahre 1979 arbeitete er zunächst im Bereich des Industrie- und Anlagenbaus in einem Ingenieurbüro in Düsseldorf, um dann im Jahre 1981 erneut einen für seinen weiteren Lebensweg prägenden Wechsel von der Praxis an die Hochschule vorzunehmen.

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Herrn Professor Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karlheinz Roik am Lehrstuhl für Stahl- und Verbundbau an der Ruhr-Universität in Bochum widmete er sich anspruchsvollen Aufgaben des Stahl- und Verbundbaus. In Bochum bearbeitete er grundlegende Forschungsarbeiten zum Einfluss von Kriechen und Schwinden bei Verbundstützen sowie zum Tragverhalten von Verbundmitteln. Seinen wissenschaftlichen Schwerpunkt bildeten jedoch  grundlegende Arbeiten zum Einfluss von klimatischen Temperatureinwirkungen auf das Verhalten von Brückentragwerken, die bis heute die Grundlage für die in den derzeitigen nationalen und europäischen Regelwerken enthaltenen Regelungen zu den klimatischen Temperatureinwirkungen sind.
Seine im Jahre 1986 erschienene Dissertation „Klimatische Temperaturbeanspruchungen von Stahl- und Stahlverbundbrücken“ initiierte viele weiterführende Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet. Während seiner Assistentenzeit entdeckte Prof. Mangerig auch seine besondere Fähigkeit, Studenten und in der Praxis tätigen Ingenieuren schwierige und komplexe Sachverhalte im Rahmen von Vorlesungen, Seminaren und Übungen anschaulich und verständlich zu vermitteln.
Bereits im Jahre 1989 erhielt er einen Ruf als Professor für Stahl- und Verbundbau an die Hochschule für Technikund Wirtschaft des Saarlandes und Jahre 1996 einen Ruf als Professor für Stahlbau an das Institut für Konstruktiven Ingenieurbau der Hochschule der Bundeswehr in München.

Die Jahre in München sind durch herausragende Forschungsarbeiten und ein breites Themenspektrum gekennzeichnet. Neben grundlegenden Arbeiten zum Tragverhalten von Betondübeln und speziellen Fragestellungen zu klimatischen Temperatureinwirkungen auf Brückentragwerke, wie z.B. die Einlagerungsproblematik von Kanalbrücken, hat er sich in den letzten Jahren insbesondere mit Fragen der Bauwerksdynamik bei Fußgängerbrücken und Lärmschutzwänden an Hochgeschwindigkeitsstrecken der Deutschen Bahn, mit der Materialermüdung bei Konstruktionen aus Stahl, Glas und Kunststoffen, der Entwicklung von Lagern für erdbebengefährdete Konstruktionen und der experimentellen und numerischen Simulation von Brandszenarien beschäftigt.

Seine wissenschaftliche Tätigkeit wird durch mehr als 100 Veröffentlichungen in anerkannten nationalen und internationalen Fachzeitschriften sowie in Tagungsbänden von renommierten Kongressen belegt. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement im Rahmen der Ausrichtung des Japanisch-Deutschen Brückenbaukolloquiums, das alle zwei Jahre abwechselnd in Deutschland und in Japan stattfindet und Brückenbauingenieuren einen besonders guten Überblick über aktuelle Entwicklungen und Forschungsanstrengungen in beiden Ländern vermittelt.

Als Dekan der Fakultät für Bauingenieurwesen, als Senatsmitglied der Hochschule und als Mitglied des Prüfungsausschusses für die Anerkennung von Prüfingenieuren in Bayern war seine langjährige Erfahrung als Hochschullehrer und Ingenieur stets gefragt. Professor Dr.-Ing. Ingbert Mangerig ist seit 2016 Exzellenter Emeritus der Universität der Bundeswehr München.