Antrags-/ Angebotserstellung beim Bund

Beantragung von nicht-wirtschaftlichen Forschungsvorhaben

Beim Bund werden die Projektanträge über das Elektronischen Antrags- und Angebotssystem (easy-Online) eingereicht.

Es ist insbesondere darauf zu achten, dass die Universitäten der Bundeswehr als Bundeseinrichtungen bei ihren Anträgen den Formulartyp AZVP (Zuweisungen/ Aufträge für Verwaltungsvereinbarungen) zu wählen haben.

Der Unterschied zwischen dem AZA (Zuwendungen auf Ausgabenbasis) und AZVP ist die Zuweisung. Wenn sich die Universität der Bundeswehr München als Bundeseinrichtung für eine Förderung einer anderen Bundeseinrichtung bewirbt, muss man ein AZVP-Formular ausfüllen. Im Vergleich dazu müssen alle Länderuniversitäten AZAP-Formulare ausfüllen.

Die Anträge bei BMBF und BMWI sind inklusive Projektpauschale (20%) zu kalkulieren, bitte verwenden Sie daher den Formulattyp AZVP und nicht den Formulattyp AZV. Wenden Sie sich ggf. direkt an den Projektträger, damit dieser den Formulartyp AZVP zur Verfügung stellt.

 

Beantragung von wirtschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
  • Auftragsforschung für privatewirtschafltiche Unternehmen im Rahmen von öffentlichen Ausschreibungsverfahren (Unteraufträge)

Bei F&E-Projekten die von Bundeseinrichtungen ausgeschrieben werden und in denen die UniBw München als Unterauftragnehmer auftritt verwenden Sie bitte den Formulartyp "AAA Aufträge auf Ausgabenbasis“.

Angebote sind inklusive 20% Overhead auf die gesamten Projektkosten zu kalkulieren. Diesen weisen Sie im AAA bitte unter Position F0862 aus. Bitte beachten Sie, das Öffentliche Anbieter keinen Gewinne zum Ansatz bringen dürfen. Die Projekte sind Umsatzsteuerpflichtig.

Bei Steuerrechtlichen Fragen wenden Sie sich bitte an den Steuerexperten ZVI, Klaus Wangelin, Tel.: -4073.

 

  Vergabeverfahren des Bundes

Bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen sind die öffentlichen Auftraggeber an die Einhaltung der Grundsätze Transparenz, Nicht-Diskriminierung, Wirtschaftlichkeit und Verhältnismäßigkeit gebunden.
Vergaberechtliche Regeln dienen dazu, diese Grundsätze zu gewährleisten und erfordern eine strenge inhaltliche und formale Prüfung und Wertung der Angebote. Verstoßen Ausschreibungsunterlagen gegen die Grundsätze der Transparenz oder der Gleichbehandlung, müssen Bieter Bedenken dem Auftraggeber vor Angebotsabgabe mitteilen. Der Auftraggeber hat dann die Möglichkeit, seine Vergabeunterlagen zu ändern.

 

Eine Hauptursache für Fehler bei der Angebotserstellung ist das ungenaue Lesen der Ausschreibungsbekanntmachung und der Vergabeunterlagen. Alle Unterlagen (Anschreiben, Bewerbungsbedingungen, Formulare, Leistungsbeschreibung und Vertragsbedingungen etc.) sind genau durchzulesen und alle Vorgaben sind genau zu beachten. Angaben zu den Zuschlagskriterien geben wichtige Hinweise auf die Angebotswertung.
Fragen zu den Vergabeunterlagen kann nur die Vergabestelle selbst verbindlich beantworten. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es besser, bei Unklarheiten bei der ausschreibenden Stelle nachzufragen. Vermeiden Sie eigene Interpretationen der Unterlagen.

 

Auftragsforschung für den Bund ist in der Regel Umsatzsteuerbefreit, da es sich meist um Innenumsatz oder Beistandsleistungen handelt. Kalkulieren Sie daher bitte in die Kosten für Lieferungen und sonstige Leistungen Dritter, die Umsatzsteuer mit ein. Auftragsforschung für den Bund ist in der Regel Overheadpflichtig.

Ausschreibungsverfahren des Bundes: https://www.evergabe-online.de

Bei Fragen zum e-Vergabe Portal des Bundes wenden Sie sich bitte an die Forschungsförderung.

 

Forschungsanträge und Angebote sind vom Kanzler der Universität zu unterzeichnen.