Tipps zur Angebotserstellung


Bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen sind die öffentlichen Auftraggeber an die Einhaltung der Grundsätze Transparenz, Nicht-Diskriminierung, Wirtschaftlichkeit und Verhältnismäßigkeit gebunden.
Vergaberechtliche Regeln dienen dazu, diese Grundsätze zu gewährleisten und erfordern eine strenge inhaltliche und formale Prüfung und Wertung der Angebote. Verstoßen Ausschreibungsunterlagen gegen die Grundsätze der Transparenz oder der Gleichbehandlung, müssen Bieter Bedenken dem Auftraggeber vor Angebotsabgabe mitteilen. Der Auftraggeber hat dann die Möglichkeit, seine Vergabeunterlagen zu ändern.

 

Eine Hauptursache für Fehler bei der Angebotserstellung ist das ungenaue Lesen der Ausschreibungsbekanntmachung und der Vergabeunterlagen. Alle Unterlagen (Anschreiben, Bewerbungsbedingungen, Formulare, Leistungsbeschreibung und Vertragsbedingungen etc. sind genau durchzulesen und alle Vorgaben sind genau zu beachten. Angaben zu den Zuschlagskriterien geben wichtige Hinweise auf die Angebotswertung.
Fragen zu den Vergabeunterlagen kann nur die Vergabestelle selbst verbindlich beantworten. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es besser, bei Unklarheiten bei der ausschreibenden Stelle nachzufragen. Vermeiden Sie eigene Interpretationen der Unterlagen.

 

Bitte klären Sie mit dem ausschreibenden Unternehmen, ob es sich um ein Angebot an die gewerbliche Wirtschaft handelt oder aber um eine Angebotserstellung im Rahmen einer Bundesförderung in der die UniBw M als Unterauftragnehmer auftritt. Bei diesen Angeboten ist unbedingt zu beachten, dass die Kalkulation schon bei Angebotserstellung an die Logik des Bundes angepasst wird, da bei Angebotsbestätigung ein AAA-Formular im easy-Online System ausgefüllt werden muss und damit die Abrechnungsregeln des Bundes gelten.

Weitere Hinweise zum Ausfüllen der AAAs finden Sie unter: https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf#t3

 

Angebotserstellung

Bitte bedenken Sie bei der Kalkulation von Angeboten an die gewerbliche Wirtschaft, dass die Universität nun als Betrieb gewerblicher Art agiert. Das heißt, wenn Sie Aufträge erfüllen oder Dienstleistungen erbringen, stehen Sie in direkter Konkurrenz zu anderen Wirtschaftsunternehmen und müssen daher den EU-Beihilferahmen beachten.

Kosten die unbedingt mit einkalkuliert werden sollten:

  • 20 % Overhead auf die direkten Projektkosten
  • Gewinn auf die gesamten Projektkosten (3%-5%)
  • Forschungszulage (nur bei W-Besoldung)
  • Umsatzsteuer auf die gesamten Projektkosten.

 

Hinweis:
Es sollte im Voraus mit dem Drittmittelgeber und mit dem Steuerexperten der Universität (Klaus Wangelin, Tel.: - 4073) geklärt werden, ob Steuern beim Forschungsvorhaben anfallen.