Preise und Ehrungen

Bayerische Verfassungsmedaille in Silber für Akademiedirektorin Ursula Münch

Die von der Fakultät für Sozialwissenschaften beurlaubte Professorin für Politikwissenschaft, Ursula Münch, hat die Bayerische Verfassungsmedaille in Silber erhalten. Die Auszeichnung wurde der Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing im Senatssaal des Maximilianeums verliehen.
Bayerische Verfassungsmedaille in Silber für Akademiedirektorin Ursula Münch

Landtagspräsidentin Barbara Stamm verleiht Prof. Münch (l.) die Auszeichnung. Foto: Bildarchiv Bayerischer Landtag (Rolf Poss)

Ursula Münch erklärt: „Die Verfassungsmedaille wird zwar mir als Direktorin der Akademie zugeeignet, die zum Ausdruck kommende Anerkennung gilt aber der Arbeit der Akademie für Politische Bildung. Es ist mir deshalb eine besondere Freude, dass die Ehrung gerade im 60. Jubiläumsjahr der Akademie erfolgt. Der Landtag würdigt auf diese Weise die Wirkung der Akademie als einzigartige, unabhängige, überparteiliche Institution, die einen wichtigen Beitrag zum interdisziplinären gesellschaftlichen Dialog zwischen Öffentlichkeit, Wissenschaft und Politik leistet. Dieser Dialog über grundsätzliche Themen und die Herausforderungen der Zukunft wird für unsere freiheitliche, pluralistische Demokratie künftig noch wichtiger sein als bisher. Die Verfassungsmedaille gebührt der Akademie. Es ist eine große Freude und Ehre, dass ich sie aus den Händen der Präsidentin des Bayerischen Landtags entgegennehmen darf."

Die Akademie für Politische Bildung führt jährlich etwa 180 Veranstaltungen mit insgesamt 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durch. Wie der Bayerische Landtag mitteilt, ist sie unter der Leitung von Ursula Münch ein wichtiger wissenschaftlicher Multiplikator, der „Verbindungen mit renommieren Kooperationspartnern und den interdisziplinären Austausch fördert und pflegt". Ursula Münch, die unser Haus seit 2011 leitet, trage seitdem „in besonderer Weise zum Zusammenhalt der Menschen in Bayern bei". Erst kürzlich hat sie vom Bayerischen Staatsminister für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Dr. Ludwig Spaenle, die Ernennungsurkunde für ihre zweite Amtszeit als Akademiedirektorin erhalten – diese läuft bis in den Herbst 2023.

Alle Fotos von der Verleihung finden Sie auf der Homepage des Landtags

 

 

Blitzforscher wurde ausgezeichnet

Der VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik verlieh am 26. Oktober mit der Benjamin-Franklin-Medaille an Dr. Wolfgang Zischank seine höchste Auszeichnung im Bereich des Blitzschutzes.
Blitzforscher wurde ausgezeichnet

Dr. Wolfgang Zischank (Copyright: Philipp Endemann)

Der Wissenschaftler von der Universität der Bundeswehr München erhielt die Medaille für seine Verdienste in der Blitzforschung sowie seine Forschungsergebnisse, die maßgeblichen Einfluss auf die nationale und internationale elektrotechnischen Normung hatten. Zischank ist seit 1978 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Elektrische Energieversorgung der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität der Bundeswehr München und leitet das Hochspannungs- und Hochstromlabor. Seine Forschungsgebiete in der Hochspannungstechnik und vor allem in der Blitzforschung sind breit gefächert. Seit wenigen Wochen befindet sich Zischank nun im Ruhestand.

Der Ausschuss für Blitzschutz und Blitzforschung des VDE verleiht die Benjamin-Franklin-Medaille an hochverdiente Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, die hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der grundlegenden oder angewandten Blitzforschung erbracht und sich um deren Belange verdient gemacht haben.

GCPR 2017 Honorable Mention an Prof. Helmut Mayer

Prof. Helmut Mayer vom Institut für angewandte Informatik erhielt am 15. September 2017 gemeinsam mit seinem ehemaligen Mitarbeiter Dr. Andreas Kuhn sowie dem Associate Professor Jan-Michael Frahm und dem doctoral student True Price von der University of North Carolina at Chapel Hill (UNC) die GCPR 2017 Honorable Mention. Ausgezeichnet wurden sie für den Beitrag "Down to Earth: Using Semantics for Robust Hypothesis Selection for the Five-Point Algorithm". Die German Conference on Pattern Recognition (GCPR) fand 2017 in Basel (Schweiz) statt.
GCPR 2017 Honorable Mention an Prof. Helmut Mayer

Prof. Reinhard Koch, Präsident DAGM, Prof. Volker Roth, Universität Basel, Conference Chair German Conference on Pattern Recognition (GCPR) 2017, Dr. Andreas Kuhn und Prof. Helmut Mayer (v.l.n.r., Foto Universität Basel)

 

 

 


 

AFCEA-Studienpreis 2017

Das Forschungsinstitut CODE holt den AFCEA-Studienpreis 2017: Der Informatik-Student Marcel Antzek konnte sich mit seiner Bachelorarbeit zum Thema Cyber-Sicherheit (Betreuerin: Prof. Gabi Dreo) gegen 15 Masterarbeiten durchsetzen.

Eine achtköpfige Jury mit Persönlichkeiten aus universitärer Lehre, Forschung und Industrie zeichnete seine Arbeit „Evaluation und Implementierung versteckter Kanäle in IP-basierten Protokollen im Kontext von Malware C&C-Verkehr“ als beste Arbeit im Wettbewerb aus. An diesem nahmen neben den Bundeswehruniversitäten auch Hochschulen im Bonn-Koblenzer Raum teil.

Pionier der autonomen Autos wurde geehrt - 30 Jahre Forschung in Neubiberg

Prof. Ernst Dieter Dickmanns (80) hat für seine Lebensleistung vom renommierten Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) den Lifetime Achievemant Award erhalten. Damit würdigte das Institut die Leistungen von Prof. Dickmanns in den letzten 30 Jahren für die Entwicklung eines der ersten autonomen Autos weltweit. Das Institut IEEE ist ein weltweiter Berufsverband von Ingenieuren hauptsächlich aus den Bereichen Elektrotechnik und Informationstechnik mit Sitz in New York.
Pionier der autonomen Autos wurde geehrt  - 30 Jahre Forschung in Neubiberg

Am 11. Mai 2006 überreichte Prof. Ernst Dieter Dickmanns, den Autoschlüssel des SEL 500 symbolisch an Sylvia Hladky, Leiterin des Verkehrszentrums des Deutschen Museums. Im Hintergrund Prof. Wünsche, Nachfolger von Prof. Dickmanns

 

Erste autonome Fahrten 1987

Prof. Dickmanns begann an der Universität der Bundeswehr München bereits vor rund 30 Jahren mit der Entwicklung eines autonomen Autos. Mit seinem sogenannten 4 D-Ansatz setzte Prof. Dickmanns darauf, anhand von Kamerabildausschnitten Vorhersagen über den weiteren Streckenverlauf zu treffen. Die erste Fahrzeuggeneration, ein Mercedes Kastenwagen, fuhr bereits 1987 autonom auf Teststrecken u.a an der Universität der Bundeswehr München. 

Die zweite Fahrzeuggeneration, ein Mercedes SEL 500, fuhr 1994 bereits autonom im öffentlichen Straßenverkehr. Auf Autobahnen bei Paris legte er rund 1.000 km zurück und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Das Fahrzeug fuhr mit automatischer Abstandhaltung und konnte Überholmanöver autonom durchführen. Prof. Dickmanns war bis zu seiner Pensionierung vor rund 16 Jahren wissenschaftlich an der Universität der Bundeswehr München tätig. Er kann aufgrund seiner Forschungsleistungen als Pionier der autonomen Fahrzeuge bezeichnet werden. Sein Nachfolger Prof. Hans-Joachim Wünsche führt die Forschung am autonomen Auto an der Universität der Bundeswehr München erfolgreich weiter. 

Professor Günthert wird Ehrenmitglied

Prof. Wolfgang Günthert (i.R.) von der Universität der Bundeswehr München wurde für seine besonderen Verdienste zum Ehrenmitglied der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) ernannt.

Von 2000 bis 2008 war er Vorsitzender des Hauptausschusses „Kommunale Abwasserbehandlung“. Fast zeitgleich, von 2000 bis 2007 leitete er die erfolgreiche Fortbildungsreihe „WasserWirtschafts-Kurse“ der DWA. Prof.  Günthert ist langjähriges Mitglied des Vorstands der DWA auf Bundesebene und seit 2004 Vorsitzender des Landesverbands Bayern. 2009 wurde Günthert ins Präsidium der DWA gewählt; hier schied er Ende 2015 inzwischen als Vizepräsident aus. Ferner  war das neue Ehrenmitglied Sprecher des Koordinierungskreises der Hauptausschussvorsitzenden und Vertreter der Landesverbandsvorsitzenden im Präsidium.

Prof. Günthert war und ist vielfältig in der DWA engagiert. Über die Jahre war er Mitglied in Fachgremien der DWA zu fast allen Themen aus dem Abwasserbereich. Ein großes Anliegen ist ihm die Förderung des fachlichen Nachwuchses auf allen Qualifikationsebenen. Erst 2011 wurde Prof. Günthert aufgrund seines unermüdlichen Engagements für die Ziele der DWA und seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen mit der Max-Prüss-Medaille der DWA ausgezeichnet.