Neuberufungen

Prof. Dr. rer. nat. Thomas Adam

Prof. Dr. rer. nat. Thomas Adam

Quelle: "Helmholtz Zentrum München"

Prof. Dr. rer. nat. Thomas Adam ist seit Oktober 2017 Inhaber der Professur für ‘Chemie, Umwelt- & Energieverfahrenstechnik’ an der Fakultät für Maschinenbau.

Prof. Adam studierte Chemie an den Universitäten Regensburg und Aberdeen sowie am Alfred-Wegener Institut in Bremerhaven. Im Anschluss war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Gesellschaft für Strahlenforschung (GSF; heute: Helmholtz Zentrum München für Umwelt und Gesundheit, HMGU) in Neuherberg tätig. Im Jahr 2006 promovierte er an der Technischen Universität München zum Thema ‘Echtzeitcharakterisierung von Schadstoffen in Verbrennungsprozessen’. Anschließend ging er für drei Jahre an die Gemeinsame Forschungsstelle Ispra der Europäischen Kommission wo er als wissenschaftlich-technischer Berater an der Umsetzung neuer EU-Richtlinien im Bereich Luftqualität, Klimaschutz und Verkehr mitwirkte. 2011 wechselte Prof. Adam zur AUDI AG nach Ingolstadt. Dort war er verantwortlich für die Sondermesstechnik im Abgaszentrum und vertrat den Konzern in internationalen Fachgremien. Ab 2016 arbeitete er als selbstständiger, unabhängiger Berater im Bereich Luftreinhaltung und Verkehr.

In seiner Forschung beschäftigt sich Prof. Adam schwerpunktmäßig mit der chemischen Charakterisierung von Gasen und Aerosolen sowie mit deren möglichen Gefahren für Mensch und Umwelt. Darüber hinaus ist er stellvertretender Leiter der Abteilung ‘Comprehensive Molecular Analysis’ (CMA) am HMGU. Im Zuge der Berufung von Prof. Adam entwickeln die UniBw M und das HMGU derzeit ein Kooperationskonzept mit dem Ziel, anwendungsbezogene Forschungsthemen gemeinsam durchzuführen.

Prof. Dr. Christina Binder

Prof. Christina Binder ist seit April 2017 Professorin für Internationales Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München. Zuvor war sie Universitätsprofessorin für Völkerrecht an der Universität Wien, stellvertretende Leiterin des interdisziplinären Forschungszentrums „Human Rights“ an der Universität Wien und Gastprofessorin an der Bocconi Universität (Mailand), der Renmin Universität (Peking), der Universität Mekelle (Äthiopien), der UNSW (Sydney) und an der Universität Grenoble-Alpes (Grenoble).

Christina Binder ist auch „Electoral Expert“ für den Congress of Local and Regional Authorities des Europarates und als Rechtsberaterin für Wahlmissionen der OSZE/ODIHR und der EU tätig: etwa in Ecuador, Ruanda, Usbekistan und Estland. Christina Binders Forschungsschwerpunkte liegen im allgemeinen Völkerrecht, dem internationalen Menschenrechtsschutz, Demokratie und dem Recht politischer Partizipation, dem internationalen Strafrecht und im Völkervertragsrecht. Ihr regionaler Schwerpunkt liegt auf Menschenrechtsschutz in Lateinamerika.

Prof. Dr. Irina Mchitarjan

Prof. Dr. Irina Mchitarjan ist seit dem Frühjahrstrimester 2017 Inhaberin der Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt International Vergleichende und Interkulturelle Bildungsforschung an der Fakultät für Humanwissenschaften. Prof. Mchitarjan studierte Germanistik, Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Staatsuniversität Nowgorod, ehe sie ihr Doktorandenstudium im Rahmen des von der DFG geförderten Graduiertenkollegs „Schulentwicklung an Reformschulen“ an der Fakultät für Pädagogik der Universität Bielefeld aufnahm und dort 1998 promovierte. Im Anschluß daran war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft und am Institut für Psychologie der EMA-Universität Greifswald tätig, wo sie sich 2005 im Fach Erziehungswissenschaft habilitierte. In den folgenden Jahren war sie Heisenberg-Stipendiatin der DFG und vertrat die Professur für Interkulturelle und Vergleichende Bildungsforschung an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg. Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Mchitarjan umfassen internationale pädagogische Transferprozesse, Migration und ihre Folgen für Bildung und Erziehung sowie Kulturtransmission bei sozio-kulturellen Mehr- und Minderheiten. Im Jahr 2013 wurde Prof. Mchitarjan auf Vorschlag der DFG in AcademiaNet (Database of profiles of excellent female researchers) aufgenommen.

Jun.Prof. Dr. Christian Hofmann

Jun.Prof. Christian Hofmann hat zum 1. Februar 2017 die von der OHB System AG gestiftete Juniorprofessur „Secure Space Communications“ übernommen. Die OHB System AG ist der drittgrößte Satellitenhersteller Europas und Teil des börsennotierten Hochtechnologiekonzerns OHB SE. Das Unternehmen entwickelt vornehmlich erdnahe und geostationäre Satelliten und ist spezialisiert auf High-Tech-Lösungen für Raumfahrt, Wissenschaft und Industrie. Jun.-Prof. Hofmann forscht am Institut für Informationstechnik der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik an sicherer Nachrichtenübertragung. Seine Arbeit trägt dazu bei, Signale robuster gegenüber Störungen, Spoofing und Abhörversuche zu machen. Bis 2006 studierte er im Rahmen seiner zwölfjährigen Dienstzeit als Offizier an der Universität der Bundeswehr München Elektrotechnik und promovierte dort später als externer Doktorand. Bisher war er als Technologieberater in einem mittelständischen Beratungsunternehmen mit Spezialisierung auf die Raumfahrtbranche tätig.

Prof. Dr. Julia Thaler

Prof. Dr. Julia Thaler ist seit Januar 2017 Inhaberin der Professur für Allgemeine Betriebwirtschaftslehre, insbesondere Public Management. Sie nahm die Aufgaben der Professur bereits seit Juni 2015 vertretungsweise war. Frau Thaler studierte Europäische Wirtschaft im Doppeldiplomprogramm an der Universität Bamberg und der Ecole Supérieure de Commerce de Montpellier. Nach dem Studium war Frau Thaler am Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Public und Nonprofit Management an der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre der Universität Mannheim zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin, später als akademische Rätin (auf Zeit) tätig (Promotion in 2012).

Frau Thaler habilitierte sich 2016 mit der kumulativen Habilitationsschrift „Current challenges in public management research: an analysis of salient topics of human resource and organization management in public organizations and cross-sector collaborations“. Die Forschungsschwerpunkte von Frau Thaler liegen im Bereich Public Management. Der institutionelle Fokus liegt dabei insbesondere auf öffentlichen Verwaltungen und intersektoralen Partnerschaften. Funktionalen Schwerpunkt stellen Fragen des Personal- (insbesondere Motivation, Führung) und Organisationsmanagements (insbesondere in Kooperationen auch unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten) dar.

Prof. Dr. Teresa Koloma Beck

Prof. Teresa Koloma Beck ist seit Januar 2017 Professorin für Soziologie der Globalisierung am Institut für Soziologie der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaft. Dort ist sie für die Lehre in den Bereichen Macht- und Herrschaftssoziologie, Migrationssoziologie sowie für die qualitative Methodenausbildung verantwortlich. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der alltagssoziologischen Erforschung von Gewaltkonflikten und Globalisierungsdynamiken. Nach Abschlüssen am I.E.P. Paris und an der Universität Witten/Herdecke promovierte Prof. Beck 2010 an der Humboldt-Universität zu Berlin über Veralltäglichungsprozesse im Bürgerkrieg. Bevor sie an die Universität der Bundeswehr München kam, leitete sie am Centre Marc Bloch an der Humboldt-Universität zu Berlin die deutsch-französische Nachwuchsgruppe »Espaces et Violences | Urbane Gewalträume« (2013-2016).

Zuvor arbeitete sie als Professurvertreterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in verschiedenen internationalen und interdisziplinären Lehr- und Forschungskontexten, u. a. an der Universität Erfurt, der Universität Marburg und der Humboldt-Universität zu Berlin. Für ihre Arbeit an der Universität der Bundeswehr München hat sie sich den Aufbau eines Schwerpunkts „Alltagssoziologische Globalisierungsforschung“ zum Ziel gesetzt. Ihre Forschung zu Kriegs- und Nachkriegsgesellschaften führte sie für ethnographische Forschungsaufenthalte nach Angola (2005/06), Mosambik (2010) und Afghanistan (2015). Im vergangenen Jahr wurde sie für ihre Arbeiten mit dem Thomas-A.-Herz-Preis für qualitative Sozialforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) ausgezeichnet.

Prof. Dr. Georg Düsberg

Prof. Georg S. Duesberg hat seit 1. Januar 2017 den Lehrstuhl für Sensortechnologien am Institut für Physik der Universität der Bundeswehr München inne.

Prof. Düsberg studierte an der Universität Kassel Chemie und war von 1997 bis 2000 Doktorand am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart sowie am Trinity College Dublin. Er promovierte 2001 an der Universität Tübingen über die Reinigung und Charakterisierung von Kohlenstoff-Nanoröhren. Von 2001 bis 2005 war er in der Forschungsabteilung bei der Infineon AG in München tätig. Von 2005 - 2007 arbeitete Prof. Duesberg im Thin Films Department der Qimonda AG in Dresden. Im Jahr 2007 nahm er eine Professur an der School of Chemistry des Trinity College Dublin an und wurde gleichzeitig Principal Investigator am Center for Nanostructures und Nanodevices (CRANN). Er publizierte mehr als 200 Fachartikel und hat bis heute 25 Patente angemeldet.

Die Forschungsarbeit von Prof. Duesberg an der Universität der Bundeswehr München konzentriert sich auf die Entwicklung neuartiger Bauteile mit niederdimensionalen Materialien. Dazu gehören Kohlenstoff-Nanoröhrchen, Graphen und andere 2D-Filme. Für die Integration in die Siliziumtechnologie werden diese funktionelle Materialien synthetisiert und mit modernsten Mikroprozessortechniken integriert. Die daraus resultierenden Hybrid-Devices zielen auf den Einsatz in Informationstechnologien und Sensorik.

Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Schaum

Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Schaum ist seit Oktober 2016 Professor für
Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik an der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften. Er studierte an der TU Darmstadt sowie an der TU Delft (Niederlande) Bauingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Siedlungswasserwirtschaft. Von 2002 bis 2007 war Prof. Schaum als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Abwassertechnik des Instituts IWAR der TU Darmstadt tätig und promovierte 2007 zum Thema „Verfahren für eine zukünftige Klärschlammbehandlung – Klärschlammkonditionierung und Rückgewinnung von Phosphor“. Nach der Promotion war er von 2007 bis 2011 im Ingenieurbüro Dr. Born - Dr. Ermel GmbH in Achim und Frankfurt am Main tätig. Zurückgekehrt an die TU Darmstadt erhielt Prof. Schaum 2016 durch den Abschluss seiner Habilitation mit der Habilitationsschrift „Abwasserbehandlung der Zukunft: Gesundheits-, Gewässer- und Ressourcenschutz“ die Lehrbefugnis für das Fach „Abwassertechnik“. Ebenfalls in 2016 wurde er durch den Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU Darmstadt zum Privatdozent ernannt. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer zukunftsfähigen Abwasser- und Klärschlammbehandlung unter Berücksichtigung des Gesundheits-, Gewässer- und Ressourcenschutzes. Im Fokus stehen dabei technische sowie gesellschaftlich relevante Fragestellungen.
 

Prof. Mag. Dr. Thomas Pany

Prof. Mag. Dr. Thomas Pany ist seit Dezember 2016 Professor für Satellitennavigation am Institut für Raumfahrttechnik und Weltraumnutzung an der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik. Er arbeitet dort anwendungsbezogen an der Weiterentwicklung moderner Navigationsverfahren mit besonderem Schwerpunkt auf der „Integration von Satellitennavigation mit inertialen Sensoren“ sowie an der Weiterentwicklung des europäischen Satellitennavigationssystems Galileo. Prof. Pany studierte an der Karl-Franzens-Universität Graz Physik, promovierte 2002 an der Technischen Universität Graz im Bereich Geodäsie und habilitierte sich 2010 an der Universität der Bundeswehr München auf dem Fachgebiet Navigation. Nach seiner Tätigkeit am Institut für Weltraumforschung der österreichischen Akademie der Wissenschaften hat er von 2001–2008 als wissenschaftlicher Assistent an der UniBwM eine besondere Technologie zur Verarbeitung von Satellitennavigationssignalen mitgeprägt. Der daraus resultierende Empfänger wird seit 2008 an die Industrie, F&E-Einrichtungen und an die europäische Raumfahrtbehörde ESA verkauft. Unter anderem kann man mit ihm Galileo-Signale der zweiten Generation verarbeiten, Mobilfunkbasisstationen auch im Keller auf GPS synchronisieren oder ihn im Orbit einsetzen.