ASTM International Conference on Advanced Manufacturing (ICAM2024) in Atlanta, Georgia
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Die ASTM International Conference on Advanced Manufacturing 2024 in Atlanta, Georgia, USA, ist eine renommierte Plattform für den internationalen Austausch neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse im Bereich der additiven Fertigung und verwandter Spitzentechnologien. |
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Im Rahmen der Konferenz präsentierte Lea Strauß ein wissenschaftliches Poster mit dem Titel: „Empirical Model for Fatigue Life Prediction of Additively Manufactured AlSi10Mg“. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Ermüdungslebensdauer von mittels Laser-Pulverbettverfahren (PBF-LB) hergestelltem AlSi10Mg. Im Rahmen experimenteller Untersuchungen wurden Bauteilproben mit variierender Oberflächenrauheit und Eigenspannung getestet. Ziel war die Entwicklung eines Modells zur Vorhersage der Ermüdungslebensdauer unter Berücksichtigung der Spannungsamplitude, der Eigenspannung sowie der initialen Rissgröße. Als Referenz diente eine unbehandelte glatte Probe. Basierend auf den gemessenen Lebensdauern, den erfassten Rauheitswerten und den Eigenspannungen wurde ein empirisches Vorhersagemodell entwickelt. Darüber hinaus wurden weiterführende Ansätze zur Ermüdungslebensdauerabschätzung auf Grundlage von Risswachstumskonzepten vorgestellt. |
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Michael Ascher hielt ein Vortrag mit dem Titel „Hybrid Manufacturing through PBF-LB/M 3D Micro Scarf Adhesive Joints Made of AlSi10Mg and Ti6Al4V”, in dem er einen neuartigen Ansatz zur Hybridfertigung vorstellte. Dieser ermöglicht es Fertigungsrestriktionen hinsichtlich der maximalen Baugröße additiv gefertigter Erzeugnisse zu überwinden und gleichzeitig die Fertigungseffizienz zu steigern, indem mehrere einfach zu fertigende additiv gefertigte Einzelbauteile nach dem Druckprozess zu einer beliebig großen und geometrisch-komplexen Gesamtstruktur verklebt werden. Zur Gewährleistung struktureller Integrität kann die Fügeflächentopografie der additiv gefertigten Einzelbauteile auf Grundlage der geometrischen Gestaltungsfreiheit additiver Fertigungsverfahren im Sinne einer dreidimensionalen (3D) Schäftung optimiert werden. Die Ergebnisse optischer Vermessung sowie statischer Zugversuche an PBF-LB/AlSi10Mg- und PBF-LB/Ti6Al4V-Probekörpern belegen, dass durch die 3D-Schäftung der Fügeteile ein idealer Kompromiss zwischen Verbindungsfestigkeit und Aufbauhöhe erreicht wird, was einen entscheidenden Vorteil hinsichtlich konstruktiver Gestaltungsfreiheit im Rahmen der Hybridfertigung darstellt. |