Aktuell im Herbst 2015

Nach einer detaillierten Analyse der Teilnetze der beteiligten Wasserversorgungsunternehmen (AWA und PER) konnte im Herbst 2015 der Prüfstand zur Nachbildung der späteren Einsatzorte im Technikum der Universität der Bundeswehr München in Betrieb genommen werden.

Die einzelnen Komponenten, wie z. B. die Förderpumpen, wurden so dimensioniert, dass möglichst alle Szenarien der späteren Einsatzorte nachgebildet und untersucht werden können. Aus diesem Grund wurden beispielsweise die gleichen Leitungsnennweiten und Rohrmaterialien mit ähnlichen Eigenschaften wie bei den vorhandenen Druckminderschächten ausgewählt. Ziel ist es, die Randbedingungen und maßgeblichen Parameter wie Strömungsgeschwindigkeit, Druck und Durchfluss möglichst wie in der Realität abbilden zu können. Als Messeinrichtungen wurden u. a. Durchflussmesser (MID) und Druckaufnehmer implementiert. Die verschiedenen Druckstufen können über einen Druckausgleichsbehälter am Teststand gepuffert werden.

In der ersten Phase der Technikumserprobung wurde der Ist-Zustand bei den Wasserversorgungsunternehmen, die Druckreduzierung über klassische Druckminderventil (DMV), konzipiert und realisiert: Die Förderpumpen liefern den erforderlichen Vordruck und das DMV reduziert diesen entsprechend den Werten, welche bei den Wasserversorgungsunternehmen gemessen wurden. Zwei Regelventile regeln den Durchfluss entsprechend der jeweiligen charakteristischen Durchflussganglinie. In der zweiten Entwicklungsphase wurden zur Energie(rück)gewinnung die PaT-Systeme in den Bypässen zur Hauptleitung (DMV) montiert. Für die verschiedenen Entwicklungsstufen des EWID-Systems sowie für die Auswahl der zu verwendenden Komponenten sind weitere Erprobungen und Optimierungen erforderlich. Diese Projektphase bietet die Möglichkeit, die entwickelte Systemeinheit im technischen Maßstab vor der Implementierung in den beiden Verteilungsnetzen (Verifizierung im Netz (Feldversuche)) zu erproben.