Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit, von Körper, Ehre, Kameradschaft und Führung prägen Streitkräfte ebenso wie bewaffnete und gesellschaftliche Konflikte. Wo geraten Geschlechter in Konflikt? Zwischen den Geschlechtern, wenn Macht ungleich verteilt ist, wenn diskriminiert wird und Grenzen überschritten werden. Um das Geschlecht selbst, wenn darüber gestritten wird, was als männlich oder weiblich gilt, was Ehre bedeutet und welche sexuellen Identitäten Platz haben. Und in Kriegen und Einsätzen, in denen Geschlecht mitentscheidet, wer kämpft, wer schützt und wer geschützt wird. Diesen drei Konflikten gilt unsere Arbeit. Namenspatronin ist Eris, die griechische Göttin der Zwietracht. Ihr goldener Zankapfel ist unser Logo.
Unser Auftrag
Geschlechterkonflikte sind für die Bundeswehr eine Führungsfrage. Wer eine Einheit führt, muss erkennen, wann Kameradschaft in Ausgrenzung kippt, wann Rollenbilder diskriminieren und wo sexualisierte Gewalt beginnt. ERIS will die Offizierinnen und Offiziere, die an der Universität der Bundeswehr studieren, dafür ausrüsten: durch Forschung, Lehre und Transfer, im Sinn der Inneren Führung, die Soldatinnen und Soldaten als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Uniform versteht.
Drei Säulen
Das Kompetenzzentrum stützt sich auf drei Säulen: Forschung, Lehre und Transfer.
- Forschung. ERIS will die geschlechterbezogene Forschung der Universität bündeln und sichtbar machen und arbeitet eng mit dem Forschungsnetzwerk „Militär, Krieg und Geschlecht/Diversität“ (MKGD) zusammen. Zur Forschung ›
- Lehre. Geplantes Kernangebot ist ein Modul „Geschlechterkompetenz“ für Offizieranwärterinnen und -anwärter, das im Zentralinstitut studium plus verankert werden soll, ergänzt um Seminare, Workshops und Lektürekurse. Zur Lehre ›
- Transfer. Fachgespräche, Workshops und Policy Briefs tragen Forschungsergebnisse in Bundeswehr, Bundesministerium der Verteidigung und Öffentlichkeit. Zum Netzwerk ›