Es war ein einzigartiger Abend, der gänzlich im Zeichen der Raumfahrt, technologischer Innovationen und spannender Gründerstorys stand: Am 7. Dezember 2023 veranstaltete das founders@unibw Programm SpaceFounders in Berlin ein Pitching und Networking-Event, zu dem knapp 100 Gäste kamen. Mit zehn spannenden Pitches von europäischen Space-Startups und interessanten Keynote-Vorträgen, bot der SpaceFounders Demo Day Batch #4 in den renommierten Design-Offices Berlin vor allem aber auch Möglichkeiten zum gemeinsamen Austausch und Zusammenkommen.

 

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Volles Haus und ein begeistertes Publikum beim SpaceFounders Demo Day in den Design Offices in Berlin

 

Berlin - Das Engagement Europas im Raumfahrtsektor ist von entscheidender Bedeutung. Innovation und Weltraumforschung sind elementare Aspekte, wenn es um die technologische Souveränität Europas geht. Dafür benötigt es kluge Köpfe und innovative Ideen, aber auch ein Ökosystem, unter dessen Dach Experten, Branchenführer und Scale-up-Unternehmer zusammenkommen, um ausgewählte Startups bei der Förderung zu unterstützen. Mit Spacefounders bietet founders@unibw einen „Weltraumbeschleuniger“, der dazu beitragen kann, Europa mit einer starken Technologie-Souveränität auszustatten und die Raumfahrtindustrie aktiv mitzugestalten. Dies wird durch Workshop-Wochen, Networking-Events, Impulssitzungen und Mentoring-Programmen erreicht.

 

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Foto: Marc Beckmann

 

Der Demo Day in Berlin markierte den Höhenpunkt von vielen Monaten Arbeit und einer Menge an nächtlicher Brainstorming-Sessions.

 

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Andreas Heitmann, Spacefounders. Fotos: Marc Beckmann

 

„Bei uns entscheidet die Qualität der Startups!“

Die Hauptveranstalter Lucie Campagnolo, Andreas Heitmann und Felix Kästner begrüßten das Publikum und gaben den Gästen Einblicke in die Arbeit von Spacefounders. Spacefounders verstehe sich als eine unabhängige Netzwerk-Organisation im New Space Sektor.

 

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Felix Kästner, Managing Director founders@unibw stellt dem Publikum SpaceFounders vor. Foto: Marc Beckmann

 

Kästner, Managing Director bei founders@unibw, stellte das Ökosystem vor. „Wir wollen nicht nur eines von vielen Accelator-Programm sein“, so Kästner. „Bei uns entscheidet die Qualität der Startups!“.

 

„Europa läuft Gefahr, die Fehler zu wiederholen, die beim Aufstieg digitaler Technologien gemacht wurden“

 

Nach der kurzen Einführungsrede hatten die zehn geladenen Startups je 7 Minuten Zeit, dem Publikum ihre Innovationen vorzustellen. Dabei trafen visionäre Projekte auf technologischen Fortschritt. Ebenso wurde Dual-Use Nutzen von richtungsgebenden wissenschaftlichen Entdeckungen vorgetragen.

 

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Bei den anschließenden Keynote-Vorträgen betonte der NewSpace Managing Director Matthias J. Wachter die Relevanz von Veranstaltungen wie dieser. Der Raumfahrt-Sektor habe ein unglaubliches Potential, doch die Politik sei immer noch zu zurückhaltend. „Europa läuft Gefahr, die Fehler zu wiederholen, die beim Aufstieg digitaler Technologien gemacht wurden“, so Wachter. Die Raumfahrtentwicklung dürfe nicht ins Hintertreffen geraten – es sei eine große Chance für die gesamte Branche und die Gesellschaft.“

 

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Sven Przywarra, Mitgründer von LiveEO. Foto: Marc Beckmann

Dieser Meinung war auch Sven Przywarra, Mitgründer von LiveEO, einem Anbieter für KI-gestützte Satellitenüberwachung großer Infrastrukturnetzwerke. „Wir haben in der EU sehr viele tolle Möglichkeiten – es hat sich auch schon sehr viel getan“, sagte Przywarra. Sein Resümee fiel positiv aus: „Entrepreneurship ist jetzt langsam angekommen.“ Man müsse in Bezug auf neue Technologien viel „konsistenter und zielstrebiger“ sein, um aus der Masse herauszustechen. Hierfür, so Przywarra, solle man in den Dingen besser werden, in denen man jetzt noch nicht gut genug sei. 

 

Forderung nach engerer Zusammenarbeit

 

Ebenfalls vor Ort in Berlin, war auch Prof. Dr. Rafaela Kraus von der Universität der Bundeswehr München. Sie sei stolz auf die bisherigen Startups und Erfolgsgeschichten, sagte sie dem Publikum. Europäische Ausgründungen und Unternehmen müssten allerdings noch enger als bisher zusammenarbeiten und weniger innerhalb der eigenen Landesgrenzen.

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Prof. Dr. Rafaela Kraus während Ihrer Rede. Foto: Marc Beckmann

 

Der Kurs in Bezug auf die Sicherheits-Souveränität der EU müsse weiter gestärkt werden. Dies gelinge aber nur durch eine Zusammenarbeit, die andere inspiriere und motiviere. Die Veranstaltung in Berlin solle somit auch als Einladung verstanden werden: „Wir brauchen mehr Startups aus ganz Europa!“, so Kraus.  

 

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Fotos: Marc Beckmann