Neuronale Magnetstimulation

Neuronale Magnetstimulation

Mit der magnetischen Stimulation können Nerven nicht-invasiv und schmerzfrei aktiviert oder inhibiert werden. Immer mehr Anwendungsgebiete für Analyse und Therapie mittels dieser Methode tun sich auf, wie etwa die Behandlung von Depressionen. Dabei wird beispielsweise versucht, durch direkte Stimulation des Belohnungszentrums im Gehirn auf die Einnahme von Psychopharmaka komplett zu verzichten; die Aktivität des Belohnungszentrums sollen dauerhaft gesteigert und derjenigen gesunder Menschen angepasst werden.

Mit unserer Technologie können die Magnetstimulatoren effizienter, flexibler und günstiger werden. Damit ist ein breiteres Anwendungsspektrum bis hin zu neuen Märkten (Home-Care Bereich) möglich.

Simulationen zeigen, dass eine optimierte, an das Aktionspotential der Nerven angepasste Pulsform mit viel weniger Energie die gleiche Wirkung wie die heute übliche sinusförmige Stimulation erreichen könnte. Sogar schon einfachere, quasi-quadratische Stimulationspulse (cTMS) sollen den Energieverbrauch um bis zu 80% senken (Peterchev 2010), bieten aber nicht die Diagnosemöglichkeiten, die eine variable Pulsform ermöglicht. Mit der bei uns entwickelten Technologie können beliebige Pulsformen erzeugt werden.

Dabei wird mit einer von uns patentierten Unterart eines mehrstufigen Umrichters („modular multi-level converter“ (M2C)) die Spannungsform des Signal bildlich als eine Vielzahl von Treppenstufen nachgebildet. Der Strom selbst wird dabei von der Induktivität der Stimulationsspule geglättet.

Vorteile der neuen Technologie sind:

  • Deutlich günstigere Bauweise durch Einsatz von automatisiert bestückbaren Standard-Bauelemente (Niederspannungs-MOSFETs und Niederspannungskondensatoren)

  • Modular und flexibel anpassbar auf die Anwendung, damit kleinere Bauform und bessere Handlichkeit

  • Höhere Effizienz durch beliebige Pulsformen bei Strömen im kA-Bereich