DA257 Wittmann Zusa

Zusammenfassung Diplomarbeit Nr. 257 von Dipl.-Ing. Marco Wittmann:
Entwurf und Aufbau einer Antriebssteuerung für geschaltete Reluktanzmaschinen

Im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit wurde ein Reluktanzmaschinenantrieb unter Verwendung eines neuen Stromrichterkonzeptes in Betrieb genommen. Mit diesem am Institut für Elektrische Antriebstechnik entwickelten Stromrichterkonzept sind wesentliche Verbesserungen im Betriebsverhalten der Reluktanzmaschine zu realisieren.
Aufbauend auf dem in früheren Arbeiten entstandenen Leistungsteil, war es dazu nötig, eine Steuerung für diesen Stromrichter zu entwickeln.
Im ersten Teil der Arbeit wurde dazu eine Steuerung entwickelt, bei der die Schaltwinkel und die Sollwerte für eine Hystereseregelung des Strangstroms 'von Hand' durch den Benutzer vorgegeben werden können. Dadurch war es möglich, den neuen Stromrichter schrittweise in Betrieb zu nehmen und noch vorhandene Fehler zu korrigieren. Die Steuerung ermöglicht außerdem den Anschluss verschiedener Lagegeber und überwacht alle kritischen Ströme und Spannungen, um den Antrieb bei unzulässigen Betriebszuständen in einen sicheren Zustand überführen zu können.
Das Layout für sämtliche verwendeten Baugruppen wurde im Rahmen dieser Diplomarbeit entworfen (mit Hilfe des CAD-Programms Eagle der Fa. Cadsoft), und anschließend wurden die Platinen im institutseigenen Labor hergestellt und bestückt. Ferner wurden die Programme für die programmierbaren Logikbausteine erstellt und vor dem Einsatz im Antriebsaufbau getestet.
Aufgrund ihres modularen und universellen Aufbaus ist diese Steuerung hervorragend für die Inbetriebnahme weiterer Umrichter und Reluktanzmaschinen geeignet. Außerdem ist ein Einsatz im Rahmen eines Praktikumsversuchs denkbar.
Im zweiten Teil der Arbeit wurde eine weitere Steuerung entwickelt und realisiert, bei der die Steuerparameter für den Betrieb der Reluktanzmaschine von einem echtzeitfähigen, PC-basierten Regelungssystem der Fa. dSpace eingelesen werden. Näheres hierzu ist in der Zusammenfassung der Diplomarbeit von Herrn Dipl.-Ing. Markus Schnöll zu finden.