Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik (EIT)
Institut für Plasmatechnik und Mathematik (EIT 1)
Professur für Plasmatechnik und Grundgebiete der Elektrotechnik (EIT 1.1)
Prof. Dr.-Ing. Jochen Schein

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Plasma - Definition

Am einfachsten kann ein "PLASMA" als Materie im 4.Aggregatszustand verstanden werden. Bei sukzessiver Energiezufuhr (Aufheizung) durchläuft Materie nacheinander die Zustände "fest"-"flüssig"-"gasförmig". Vom gasförmigen Zustand als dem 3.Aggregatszustand führt weitere Energiezufuhr über physikalische Prozesse (Dissoziation, Ionisation), die das Materieverhalten wesentlich verändern, letztlich in den Plasmazustand. Ein molekular vorliegendes Gas wird bei der Dissoziation zunächst in seine atomaren Bestandteile aufgespalten. In dem nachfolgenden Ionisationsvorgang werden von den Atomen jeweils ein oder mehrere Elektronen abgetrennt. Es ergibt sich dadurch ein Gemisch von frei beweglichen Elektronen, Ionen und neutral verbliebenen Atomen. Sobald die Eigenschaften dieses neu entstandenen Mediums überwiegend durch die freien Ladungsträger bestimmt sind, liegt der Plasmazustand vor. Aufgrund der Existenz frei beweglicher Ladungsträger ist das Plasma durch elektrische und magnetische Felder beeinflussbar.

Weitaus der größte Teil der bekannten Materie im Weltall befindet sich im Plasmazustand. Auf der Erde ist dagegen abgesehen von Polarlichtern das einzig natürlich vorkommende Plasma im Entladungskanal eines Gewitterblitzes anzutreffen.

Gewitter