Professur Data Science bei der AIMS 2026

21 Juli 2026

Vom 15. bis 17. Juli 2026 fand am George C. Marshall European Center for Security Studies in Garmisch-Partenkirchen das Artificial Intelligence Meets Security (AIMS) Annual Retreat statt. Die Veranstaltung brachte Forschende von Universitäten mit sicherheits- und verteidigungspolitischem Schwerpunkt sowie Vertreterinnen und Vertreter von Sicherheitsbehörden zusammen. Im Mittelpunkt stand der interdisziplinäre Austausch über Künstliche Intelligenz und ihre Bedeutung für aktuelle und zukünftige sicherheitspolitische Herausforderungen. Das Programm umfasste Fachvorträge zu Themen wie KI-gestützter Bedrohungsanalyse, Fernerkundung und dem Transfer wissenschaftlicher Forschung in die Praxis. Ergänzt wurden diese durch eine interaktive Wargaming-Demonstration, Diskussionsrunden zu militärischer Entscheidungsunterstützung, Verteidigungsinnovation und Cognitive Warfare sowie Postersessions. Diese boten insbesondere Nachwuchsforschenden die Gelegenheit, ihre Arbeiten vorzustellen und mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis zu diskutieren.

Die Professur für Data Science war durch Hendrik Bothe vertreten.  In einer der Postersessions präsentierte er das gemeinsam mit Yeong Su Lee und Michaela Geierhos erarbeitete Poster „Robust Obfuscation to Protect Sensitive Image Data“.

 

Abbildung 1: Hendrik Bothe vor seinem Poster. 

Die vorgestellte Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Profilbilder für datenbasierte Analysen nutzbar bleiben können, ohne dabei die Identität der abgebildeten Personen preiszugeben. Hierfür werden mithilfe verschiedener KI-Verfahren relevante visuelle und demografische Merkmale aus einem Ausgangsbild erfasst und in eine strukturierte textuelle Beschreibung überführt. Auf dieser Grundlage wird anschließend ein neues, synthetisches Profilbild erzeugt. Ziel ist es, identitätsspezifische biometrische Merkmale zu entfernen und zugleich solche Eigenschaften zu bewahren, die für spätere wissenschaftliche Analysen von Bedeutung sind.

Wie bereits beim Retreat im Jahr 2024 bot die Veranstaltung zahlreiche Gelegenheiten für konstruktive Gespräche, fachliches Feedback und die Vernetzung über Disziplin- und Institutionsgrenzen hinweg. Der Austausch zwischen KI-Forschung und Sicherheitsexpertise machte erneut deutlich, wie wichtig eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den Chancen, Grenzen und gesellschaftlichen Auswirkungen neuer Technologien ist.

Bildquellen: Hendrik Bothe (FI CODE)

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