11:10 - 11:35 | Vortrag | Dr. Silvio Dragone | IBM Research
Titel: Quantum Safe und Cyber Resilienz - im Zusammenspiel zum Erfolg
Abstract:
Die Weiterentwicklung des Quantencomputers stellt eine erhebliche Bedrohung für die aktuellen kryptografischen Systeme dar, die die digitale Sicherheit gewährleisten. Diese Präsentation untersucht die drohenden Risiken, die Quantencomputer darstellen, insbesondere ihre Fähigkeit, Verschlüsselungsalgorithmen zu knacken, die bei Billionen von Transaktionen auf Milliarden von Geräten zum Einsatz kommen. In den Händen von Cyberkriminellen könnte diese Fähigkeit zu massiven Datenlecks, der Entschlüsselung bislang sicherer Kommunikation und einem beispiellosen Zugriff auf sensible Systeme führen. Besonderes Augenmerk wird auf die direkten Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen gelegt, deren Modernisierungsherausforderungen durch Altsysteme, begrenzte Budgets und komplexe Upgrade-Zyklen noch verschärft werden. Die Teilnehmer erhalten Einblicke in die Dringlichkeit der Einführung postquantenkryptografischer Standards und die erforderliche strategische Planung zum Schutz kritischer Infrastrukturen vor dieser sich schnell entwickelnden Bedrohungslandschaft.
Zur Person:
Dr. Silvio Dragone ist der Manager von der «Platform Security & Cryptography» Gruppe beim Security Departement am Forschungslabor IBM Research Europe in Rüschlikon, Schweiz. Er fokussiert sich mit seinem Team seit 2015 auf die Migration der IBM Plattformen auf Quantum-sichere Kryptographie. Dabei leitete er auch das IBM Z Entwicklung-Team bei der Implementation und der Umsetzung der «industry-first quantum-safe platform» z16 an. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit im Bereich Migration liegt auf der Erstellung von kryptografischen Inventaren, wobei wir 2024 den Standard für die Cryptography Bill of Materials (CBOM) definiert hatten. Seine Karriere als IBM Forscher startete er im Jahr 2002 als Doktorand am Forschungslabor und im Jahr 2007 wurde er Vollzeit Forschungsangestellter. Dr. Dragone erhielt seinen Doktortitel von der Technischen Universität München (TUM).