Krisenfrüherkennung

"....Unser Militärisches Nachrichtenwesen wird künftig über ganz neue Möglichkeiten für die Lagebeurteilung verfügen. Und das was man bisher kannte: Recherchieren und Sortieren von Informationen, die wir aus der öffentlichen Datenlage und Quellen bekommen bis zu den Dienst-Dossiers, das ist eine Arbeit die Tag und Nacht stattfindet. Das wird künftig ein IT-System übernehmen. Es wird die Informationen priorisieren, es wird die Informationen auf einer Lagekarte visualisieren. Das heißt, inhaltliche und räumliche Zusammenhänge werden erkennbar, Netzwerkstrukturen werden nachvollziehbarer, und damit ist die echte Analysearbeit unserer Spezialistinnen und Spezialisten auf eine ganz andere Grundlage gestellt.
Und wenn wir künftig dann unsere Prognosetechniken durch KI-Verfahren unterlegen können, dann werden wir entstehende Krisen früher erkennen, schneller ihre Folgeentwicklungen abschätzen können und vor allem ressortgemeinsam, wir machen das gemeinsam mit dem Auswärtigem Amt und beziehen das BMZ mit ein, darauf reagieren können. Das System Krisenfrüherkennung ist idealtypisch, um einerseits das Thema Anwendung und anderseits das Thema Forschung, Ausbildung und Qualifizierung zusammen zu denken.

Unsere Universität in München ist eng in die technische Weiterentwicklung dieses Tools eingebunden. Das dortige Center for Intelligence and Security Studies (CISS), das den wesentlichen Beitrag leistet – Forschungszentrum für das Datenfundament. Und wir haben an der Uni Bw München jetzt seit 2018 unseren Studiengang „Master for Intelligence and Security Studies“, der qualifiziert die jungen Offiziere bereits frühzeitig, die dann später Nutzer dieses Systems sein werden."

(Quelle: Rede Bundesministerin der Verteidiung Frau Dr. Ursula von der Leyen am 14.05.2018 bei der Bundeswehrtagung)




Kontakt:

Prof. Dr. Carlo Masala
Email: carlo.masala@unibw.de