KOKO – Konflikt und Kommunikation
Konflikte verstehen. Kompetenzen vermitteln. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt.
KOKO erforscht private und gesellschaftliche Konfliktdynamiken aus interdisziplinärer Perspektive. Das Projekt verbindet psychologische, politisch-soziologische und journalistische Perspektiven, um Konflikte auf individueller, gesellschaftlicher und medialer Ebene besser zu verstehen.
In der Grundlagenforschung untersucht …
… die Psychologie die Perspektive des Individuums,
… die Politische Soziologie gesellschaftliche und politische Konfliktdynamiken,
… und die Journalistik die Rolle der Medien in Konflikt- und Polarisierungsprozessen.
Ein zentrales Element des Projekts ist der Konflikt-Index, der diese Perspektiven erstmals in einem multiperspektivischen Lagebild zusammenführt. Dadurch sollen Eskalations- und Deeskalationsdynamiken von Konflikten sichtbar und analysierbar werden.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden durch verständlich aufbereiteten Social-Media-Content, durch Leitlinien für die journalistische Praxis, sowie durch den Transfer in politische und gesellschaftliche Interaktionsräume in unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche transferiert.
Journalistische Perspektive: Diskursiver Journalismus & Polarisierung
Im Teilprojekt Journalistik wird untersucht, wie diskursiver Journalismus auf gesellschaftliche Polarisierung wirkt.
Mithilfe von Talkshow- und Nachrichtenbeiträgen werden experimentell Effekte des diskursiven Journalismus auf Polarisierungstendenzen analysiert. Ergänzend beleuchten Leitfadeninterviews mit Redaktionen, wie sich gesellschaftliche Polarisierung auf journalistische Arbeitsweisen und redaktionelle Entscheidungen auswirkt.
Projektleitung: Prof. Jürgen Maes sowie Dr. Mathias Jaudas (Institut für Psychologie, Universität der Bundeswehr München)
Link zum Projekt: https://dtecbw.de/home/forschung/unibw-m/projekt-koko/projekt-koko
Laufzeit: 2021-2026