Treibhausgasbilanz der Universität der Bundeswehr München

 

 CO2.jpg„If you cannot measure it, you cannot improve it“

- Lord Kelvin -                                      

 

 

 

Projektlaufzeit          

Januar 2021 - Dezember 2024

 

Projektleitung

Projekt-Mitarbeiter*innen

Prof. Dr. Manfred Sargl

José Martínez M.A.

 

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Projektinhalt

  • Erstelllen einer umfassenden Treibhausbilanz der Universität der Bundeswehr München
  • Regelmäßige Weiterentwicklung und Aktualisierung der Bilanz.

Einsatzfelder der Bilanz

  • Identifikation der wesentlichen Emissionsquellen
  • Monitoring von Klimaschutzstrategie und Klimazielen der Hochschule
  • Benchmarking mit anderen Hochschulen und Körperschaften
  • Identifikation von CO2-Reduktionspotentialen
  • Begleitende Wirkungsanalyse von Reduktionsmaßnahmen
  • Ermittlung des Beitrages der Hochschule zu den Klimazielen der Gemeinde und des Landkreises

 

Bilanzierungsgrundsätze

 

Wie soll die Bilanzierung erfolgen?

Die Bilanzierung erfolgt gemäß dem Greenhouse Gas Protocol-Standard des World Resources Institute (WRI) und des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD). Berücksichtigung finden ferner DIN EN ISO 14064-1 und Bilanzierungsssytem Kommunal (BISKO).

Die Bilanzierung umfasst alle Treibhausgasemissionen gemäß dem Kyoto-Protokoll bzw. des Pariser Abkommens. Dabei werden die Emissionen anhand deren „global warming potential“ (Treibhausgaspotential) in CO2-Äquivalente umgerechnet. Die aktuellen Umrechnungsfaktoren finden sich im sechsten assesment report des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC).

Die Treibhausbilanz sollen den fünf Anforderungen des GHG Protocols (Relevanz, Vollständigkeit, Konsistenz, Transparenz und Genauigkeit) entsprechen und unterscheidet zwischen drei Scopes von Treibhausgasemissionen (s. Abb. 1).

In die Bilanzierung gehen alle Treibhausgasemissionen der Hochschule, egal ob sie direkt oder indirekt verursacht werden. Scope 1 und Scope 2 Emissionen der Hochschule können weitgehend auf Basis des Gebäudemanagements quantifiziert werden. Gravierende Datenlücken bestehen jedoch noch bei den Scope 3-Emissionen.

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Identifikation der Hauptemissionsquellen

In Vorbereitung auf die Treibhausgasbilanz der Universität der Bundeswehr München (UniBw)  wurde eine erste Abschätzung der Emissionsquellen durchgeführt. Dabei kristallisierten sich drei Hauptquellen heraus: Strom, Wärme und Mobilität.

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Strom und Wärme

Die Anteile von Strom und Wärme (zusammen 75%) an den Gesamtemissionen erscheinen für eine Hochschule relativ hoch. Das liegt u.a. daran, dass es sich bei der UniBw um eine Campushochschule mit Wohngebäuden ist handelt, auf dessen Campus über 80% ihrer Studierenden leben. Der Campus ist deshalb de facto eine Kombination aus Hochschule und kleiner Stadt.

Abb 3.jpg

Wie in obiger Graphik zu erkennen, konnte die UniBw ihre strombedingten Treibhausgasemissionen von 2013 bis 2020 um ca 1/3 senken. 

Auch die wärmebezogenen Emissionen konnten vor einigen Jahren durch Umstellung auf Biomasse deutlich gesenkt werden. Die mit dem Bezug von Strom verbundenen Emissionen wiederum sollen in nächster Zeit durch ein besseres Gebäudemanagement und vermehrten Einsatz von regenerativer Energie reduziert werden. Es bleiben dann noch die Emissionen durch Mobilität, die etwa ein Viertel der Gesamtemissionen ausmachen.

Mobilität

Eine vorläufige Analyse der mobilitätsbedingten Emissionen ergab, dass das Pendeln der Studierenden und MitarbeiterInnen (ca. 60%); die Dienstreisen (ca. 20%) und das Outgoing der Studierenden (ca. 15%) die wesentlichen Treiber dieser Emissionskategorie sind.

 

Größere Unsicherheiten bei den mobilitätsbebigten Emissinen bestehen aufgrund der schwachen Datenlage noch bei den Emissionen durch das Pendeln der Studierenden und MitarbeiterInnen.

Im nächsten Projektschritt soll deshalb die Datenlage im Bereich der Mobilität verbessert werde. Die Universität der Bundeswehr München bietet für die dazu nötige Datenerhebung besonders gute Voraussetzungen. Im Gegensatz zu anderen Hochschulen in Deutschland wird hier jede Form der Mobilität auf und im Campus erfasst. Das Hochschulgelände ist umzäunt. Eine Zufahrt egal ob mit KFZ oder Fahrrad ist nur durch eine Schrankenanlage möglich und jeder Zugang zu Fuß über eine Drehtür. Neben den fließenden kann auf dem Campus auch der ruhende Verkehr umfassend und einfach erhoben werden, da sich sämtliche Parkflächen auf dem Hochschulgelände befinden.

 

Zeitplan

 

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Aktuelle Termine

Januar 2021

10.01.

Grobkonzept zur Berechnung der Treibhausgasemissionen ist fertig

15.01.

Erste Abschätzung zu den Hauptemissionsquellen an der UniBw ist fertig

19.01.

UniBw München unterzeichnet das Memorandum of Understanding des Netzwerkes Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern

20.01.

Berechnung der strombedingten Treibhausgasemissionen 2013 bis 2020 ist fertig

22.01.

Teilnahme am Workshop des Netzwerkes Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern

Februar 2021

02.02.

Teilnahme am Runden Tisch Energiewende in Neubiberg

Anfang Februar

Erhebung und Berechnung der wärmebedingten Treibhausgasemissionen 2013 bis 2020 fertig

Mitte Februar

Befragung von Studierenden und Mitarbeiter zum Mobilitätsverhalten startet

Ende Februar

Auswertung der Zugangsdaten zum Hochschulgelände startet

März 2021

Anfang März

Auswertung der Befragung von Studierenden und Mitarbeiter zum Mobilitätsverhalten startet

Mitte März

Auswertung der Befragung von Studierenden und Mitarbeiter zum Mobilitätsverhalten abgeschlossen

 

Erhebung und Berechnung der Emissionen durch Dienstreisen und Outgoing Studierende abgeschlossen

 

 

Offene Stellen

Wissenschaftliche(r) Mitabeiter(in)