Institut für Journalistik kümmert sich um Katastrophenhilfe

Unter der Leitung von Prof. Sonja Kretzschmar produzierte eine Gruppe Studierender einen Pilotfilm für das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zum Thema "Starkregen".

Damit nur der Moderator nasse Füße bekommt

Wie kann man Menschen dazu bewegen, präventiv tätig zu werden, ihren Besitz zu schützen, ohne ihnen Angst zu machen und Panik auszulösen? Mit dieser Aufgabe trat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) an das Institut für Journalistik der Universität der Bundeswehr München heran. Das Ziel: Kurze Videofilme zu produzieren, die auch junge Leute ansprechen und später auf der Website des BBK und auf Youtube veröffentlicht werden. Fachliche Unterstützung an der UniBw M kam dabei von Prof. Nobert Gebbeken (Lehrstuhl für Baustatik) der schon länger mit dem BBK kooperiert, und von Helmut Kulisch (Institut für Wasserwesen).  

Unter der Leitung von Prof. Sonja Kretzschmar machte sich eine Gruppe Studierender mit Unterstützung von erfahrenen TV-Journalistinnen an die visuelle Umsetzung. Als Thema für den Pilotfilm wurde Starkregen ausgesucht. Es gab mehrere Hürden zu überwinden, so zum Beispiel: Wie kommt man an eindrucksvolle Bilder solcher Wetterkatastrophen? Viele Recherchestunden später war klar: Regionale TV-Sender und private Storm-Chaser sind die besten Quellen.

 

Mit der Kamera vor Ort

Dann galt es, Betroffene ausfindig zu machen, möglichst in der Nähe von München, und sie vor der Kamera zu ihren Erfahrungen zu befragen: Was war passiert? Wie haben sie reagiert? Was haben sie danach veranlasst, damit Haus und Wohnung besser geschützt werden? Fachleute ergänzten in Interviews, welche baulichen Maßnahmen sinnvoll und welche Verhaltensweisen richtig sind, damit neben den Sachschäden nicht auch noch Menschenleben gefährdet werden.

Die Moderation des dreieinhalb minütigen Videoclips übernahm mit David Narr einer der Journalistik-Studenten. Er stellte sich barfuß in einen Kanal in der Labor-Halle und machte so deutlich, dass wir angesichts des Klimawandels bald alle häufiger nasse Füße bekommen werden!

 

Krisenkommunikation für das BBK

Unter Leitung von Frau Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner (Professur für Print- und Onlinejournalismus) ist seit Februar 2013 eine Forschungsgruppe für das BBK tätig. Dabei spielt die Frage nach aktiver Beteiligung und Eigenverantwortung der Bürger eine wichtige Rolle. Das kann jedoch nur gelingen, wenn Bürger und Bürgerinnen wissenschaftlich fundierte und vor allem klar verständliche Informationen zur Hand haben. Hier unterstützt das Forschungsprojekt die Projektgruppe BauProtect im BBK journalistisch und publizistisch im Bereich Printmedien, um eine moderne Krisenpublikation zu schaffen. (Mitarbeiterin: Elisabeth Eder-Held, M.A.)

 

Grundlagenforschung nutzerfreundliche Kommunikation mit dem BBK

In Zusammenarbeit mit BBK wird seit August 2013 unter Leitung von Frau Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner (Prof. für Print- und Onlinejournalismus) eine Software zur Risikoanalyse inklusive E-Learning-Plattform zur Multiplikatoren- und Anwenderschulung entwickelt. Hier geht es neben fachlich fundierter inhaltlicher Ausrichtung vor allem um benutzerfreundliche Kommunikation und publizistische Verständlichkeit. Am Ende sollen die Benutzer in der Lage sein, mithilfe der Software eine Risikoanalyse in den Bereichen Bevölkerungsschutz und Kritische Infrastruktur (KRITIS) ohne tiefergehende fachliche Vorkenntnisse durchzuführen. (Mitarbeiter: Dr. Bernhard Glasauer; Sandra Roth, M.A.)

 

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