Globale Finanzwirtschaft

Um „globale Finanzwirtschaft“ ging es in dieser Veranstaltung im Januar 2013 zum Oberthema „Leitbild Nachhaltigkeit: Hoffnung – Handlung – Wandlung“. Die anhaltende globale Finanzkrise provoziert viel Kritik und bietet bislang wenig Lösungen. Nachhaltigkeit statt kurzfristigem Gewinnstreben wäre ein wichtiger Ansatz.

Prof. Dr. Dorothea Schäfer, die am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin Direktorin für Finanzmärkte ist, setzt sich in ihrem Vortrag vor allem für eine Finanztransaktionssteuer und eine höhere Eigenkapitalquote der Banken ein. Damit könne man dem „Eigennutz der Akteure“ gegensteuern. Nachhaltige Finanzwirtschaft besteht für sie in längerfristigen Anlagen statt kurzfristigen, risikoreichen Handelsaktivitäten an den Börsen.

Als Theologe befasst sich Prof. Dr. Markus Vogt am Lehrstuhl für christliche Sozialethik der Ludwig-Maximilians-Universität München auch mit der „Philosophie des Geldes“. Nachhaltigkeit in der Finanzwirtschaft verknüpft er vor allem mit dem Begriff des Sparens – was sinnvolles Investieren einschließt. Es gehe um Vertrauen und Gerechtigkeit. Gewinne zu privatisieren, aber Risiken zu kollektivieren, das sei die Hauptursache der aktuellen Probleme.

Die Fragerunde wurde moderiert von Dr. Beate Sauer, Volkswirtschaftlerin an der Universität der Bundeswehr in München (UniBW), und Prof. Dr. Gerald Mann, früherer Unternehmensanalyst bei einer Großbank, der an der UniBW promoviert hat und jetzt an der FOM München Volkswirtschaft lehrt.

 

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