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Dr.-Ing. Doris Schäuble


wissenschaftliche Mitarbeiterin von 2002 - 2007

 

Lebenslauf


Doris Schäuble wurde 1972 in Waldshut geboren.

Nach dem Abitur 1991 begann sie an der Universität in Karlsruhe (TH) das Studium der Geodäsie, das sie 1998 abschloß. 

Von 1998 bis 2000 absolvierte sie ihr Referendariat in Baden-Württemberg. Anschließend war sie ein Jahr beim Staatlichen Vermessungsamt in Freiburg im Breisgau beschäftigt.

Frau Schäuble war von Februar 2002 bis Januar 2007 an der Professur für Landmanagement als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig.

Sie schloss im Juni 2007 erfolgreich ihre Dissertation mit dem Titel: "Nutzungstausch auf Pachtbasis als neues Instrument der feiwilligen Bodenordnung" ab. Für ihre herausragende Forschungsarbeit wurde sie am "Dies Academicus" der Universität  der Bundeswehr im Oktober 2007 ausgezeichnet. Im Oktober 2008 erhielt sie für ihre wissenschaftliche Leistung den Deutschen Landeskulturpreis.

 


 

Zusammenfassung der Dissertation:

 

In der Arbeit wird erstmalig ein Gesamtüberblick über die Entwicklung des Nutzungstausches seit Beginn der 40er Jahre gegeben. Ausgehend vom kriegsbedingten Landnutzungstausch in den 40er Jahren über das Landaustauschverfahren in Baden-Württemberg bis hin zur Entwicklung des heutigen Nutzungstauschverfahrens in Rheinland-Pfalz. In einem weiteren Schritt wird anhand der vorliegenden Agrarstruktur aufgezeigt, in welchen Regionen in Deutschland ein dringender Bedarf für die Durchführung von Nutzungstausche besteht. Inwieweit das Verfahren in den einzelnen Bundesländern bisher tatsächlich zum Einsatz kommt, wird anhand einer Umfrage dargestellt. Daneben werden die Rahmenbedingungen nach dem BGB, LPachtVG, FlurbG und LwAnpG untersucht, unter denen derzeit Tausche durchgeführt werden. Da der Verfahrensablauf teilweise noch schwerwiegende Probleme aufweist, werden zur Behebung dieser Schwierigkeiten umfassende Lösungsvorschläge gemacht. Da andere europäische Länder teilweise ähnliche agrarstrukturelle Probleme wie Deutschland haben, wurden deren Vorgehensweisen bezüglich der Arrondierung von landwirtschaftlich genutzten Flächen auf Pachtbasis betrachtet. Dabei wurde untersucht, inwiefern die Übernahme der dortigen Regelungen auch in Deutschland den Ablauf der Tausche wesentlich vereinfachen würde. Anhand der Betrachtung von zehn Beispielverfahren und unter Hinzuziehung aktueller Literatur werden allgemeine Schlussfolgerungen für die Durchführung von Nutzungstausche abgeleitet. Abschließend werden auf der Grundlage der vorangegangenen Untersuchungen erste Vorschläge zur Änderung der Rahmenbedingungen vorgestellt.

Schäuble, D. 2007: Nutzungstausch auf Pachtbasis als neues Instrument der Bodenordnung. - Schriftenreihe des Studiengangs Vermessungswesen der Universität der Bundeswehr München, Neubiberg, Heft 82/2007. 176 S.

Den Volltext erhalten Sie auch als pdf-Datei über die Universitätsbibliothek (Bibliothek digital).

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