Heft 92/2016

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie



Heft 92/2016

SOBOTH, Andrea

Gestaltete lokale Veränderungsprozesse (LVP) -
Change Management als neues Instrument der Landentwicklung

Dissertation
X, 226 S.

ISSN:  0173-1009

[nur in digitaler, nicht in gedruckter Form erschienen]

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Abstract


 

Vollständiger Abdruck der von der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften der Universität der Bundeswehr München zur Erlangung des akademischen Grades eines Doktors der Ingenieurwissenschaften (Dr.-Ing.) genehmigten Dissertation.

Promotionsausschuß:  
Vorsitzender: Prof. Dr.-Ing. Otto Heunecke
1. Prüfer: Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Thiemann
2. Prüfer: Prof. Dr.-Ing. Theo Kötter

Tag der mündlichen Prüfung:  18.11.2016

Gießen, 20. Dezember 2016.
 



Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung
 

 
Inhaltsverzeichnis
 
I
Abbildungsverzeichnis
 
V
Tabellenverzeichnis
 
VII
1  Einleitung 1
    1.1  Problemstellung 1
    1.2  Anlage der Arbeit 2
    1.3  Stand der Forschung 3
    1.4  Zielsetzung und Forschungsfragen 12
    1.5  Forschungsdesign 13
           1.5.1  Bausteine der Untersuchung 13
           1.5.2  Datenquellen und eingesetzte Methoden
 
16
2  Situationsanalyse 19
    2.1  Ländliche Räume im Wandel 20
           2.1.1  Wandlungsprozesse 20
           2.1.2  Ländliche Räume in der Bundesrepublik
                    Deutschland

23
    2.2  Zentrale Handlungsfelder ländlicher Räume 25
           2.2.1  Siedlungsentwicklung 26
           2.2.2  Daseinsvorsorge 28
    2.3  Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse 34
           2.3.1  Gleichwertigkeitspostulat als Leitbild der
                    räumlichen Entwicklung

34
           2.3.2  Beibehaltung, Abkehr oder Neuinterpretation 35
           2.3.3  Gleichwertigkeitspostulat im Kontext räumlicher
                    Gerechtigkeit

37
    2.4  Instrumente der Landentwicklung 39
           2.4.1  Rahmen der Landentwicklung in Deutschland 39
           2.4.2  Aufgaben und Instrumente der Landentwicklung 40
           2.4.3  Wandel in den Köpfen 43
           2.4.4  ILEK 43
           2.4.5  ILE-Regionalmanagement 44
           2.4.6  LEADER 45
           2.4.7  Entwicklung von Dörfern und kleinen Städten 46
    2.5  Zusammenfassende Bewertung der Ausgangslage 47
 
3  Gestaltete lokale Veränderungsprozesse (LVP)
    als neues Instrument in der Landentwicklung

50
    3.1  Change Management -
           der Acht-Stufen-Veränderungsfahrplan nach Kotter

50
    3.2  Übertragung von Change Management auf die
           ländliche Strukturentwicklung

53
    3.3  Gestaltung von lokalen Veränderungsprozessen mit
           Change Management

54
           3.3.1  Stufe eins:
                    Bewusstsein schaffen und ein Gefühl
                    der Dringlichkeit erzeugen


54
           3.3.2  Stufe zwei:
                    Veränderungskoalition bilden

57
           3.3.3  Stufe drei:
                    Vision und Strategie entwickeln

58
           3.3.4  Stufe vier:
                    Strategien und Visionen kommunizieren

60
           3.3.5  Stufe fünf:
                    Prozessorientiert steuern
                    und Mitarbeiter befähigen


62
           3.3.6  Stufe sechs:
                    Erfolge planen

64
           3.3.7  Stufe sieben:
                    Erfolge konsolidieren, Veränderungen
                    institutionalisieren


65
           3.3.8  Stufe acht:
                    Neue Verhaltensweisen strukturieren
                    und in der Kultur verankern


68
    3.4  Charakteristika gestalteter lokaler Veränderungs-
           prozesse (LVP)

71
 
4  Der WEGE-Prozess der Verbandsgemeinde Daun -
    Erprobung eines gestalteten lokalen Veränderungs-
    prozesses (LVP) in einer ländlichen Gemeinde


74
    4.1  Ausgangssituation der Verbandsgemeinde Daun
           im Jahr 2010

74
           4.1.1  Charakterisierung der Verbandsgemeinde Daun 74
           4.1.2  Demografische Ausgangssituation:
                    Historische Bevölkerungsentwicklung

75
           4.1.3  Demografische Ausgangssituation:
                    Bevölkerungsvorausschätzung

78
           4.1.4  Ausgangssituation in verschiedenen Themen-
                    feldern der Verbandsgemeinde Daun

78
    4.2  Anlage und Prozessgestaltung des WEGE-Prozesses 80
           4.2.1  Anlage des Prozesses entsprechend des Acht-
                    Stufen-Veränderungsfahrplans nach Kotter

80
           4.2.2  Wandel in den Köpfen und Herzen auslösen 80
           4.2.3  Die Veränderungskoalitionen in der Verbands-
                    gemeinde Daun

85
           4.2.4  Die Vision der Verbandsgemeinde Daun und ihre
                    demografiesensible Entwicklungsstrategie

86
           4.2.5  Die Visionskommunikation in der Verbands-
                    gemeinde Daun

96
           4.2.6  Geplante Erfolge im WEGE-Prozess 100
           4.2.7  Organisatorische Aufstellung im WEGE-Prozess
                    und Qualifizierungsangebote

102
           4.2.8  Veränderungen in der Verbandsgemeinde Daun
                    institutionalisieren

108
           4.2.9  Hin zu einer neuen Kultur in der Verbands-
                    gemeinde Daun

112
    4.3  Beurteilung des WEGE-Prozesses 114
           4.3.1  Demografiemonitoring 114
           4.3.2  Beurteilung des Wandels in den Köpfen und
                    Herzen

118
           4.3.3  Beurteilung des WEGE-Prozesses hinsichtlich
                    seiner Prozessgestaltung

129
           4.3.4  Beurteilung der Übertragung von Change
                    Management auf die ländliche Entwicklung
                    auf Basis des WEGE-Prozesses


144
 
5  Einsatz von gestalteten lokalen Veränderungs-
    prozessen (LVP) im altersgerechten Dorfumbau
    und zur nachhaltigen Integration von Migranten
    in ländlichen Räumen



151
    5.1  Einsatzgebiet altersgerechter Dorfumbau 151
           5.1.1  Altersgerechter Dorfumbau -
                    eine Begriffsbestimmung

151
           5.1.2  Gestaltete lokale Veränderungsprozesse (LVP)
                    als prozessualer Rahmen für den altersgerechten
                    Dorfumbau


153
           5.1.3  Siedlungs- und Ortskernentwicklung im alters-
                    gerechten Dorfumbau

153
           5.1.4  Kommunikationsorte im altersgerechten Dorf-
                    umbau

156
           5.1.5  Daseinsvorsorge im altersgerechten Dorfumbau 159
    5.2  Einsatzgebiet nachhaltige Integration von Migranten 162
           5.2.1  Nachhaltige Integration von Migranten -
                    Herausforderung und Chance für ländliche Räume

162
           5.2.2  Unterstützungsbedarf der lokalen Ebene bei
                    anstehenden Integrationsaufgaben

167
           5.2.3  Gestaltete lokale Veränderungsprozesse (LVP)
                    als prozessualer Rahmen für die nachhaltige
                    Integration von Migranten


168
           5.2.4  Eckpunkte für gestaltete lokale Veränderungs-
                    prozesse (LVP) mit Blick auf Integrations-
                    aufgaben


169
 
6  Einordnung von gestalteten lokalen Veränderungs-
    prozessen (LVP) in das Instrumentarium der Land-
    entwicklung


174
    6.1  Vorüberlegungen 2011 174
           6.1.1  Ausgangsbetrachtungen 174
           6.1.2  Vorschlag zur Einordnung in die Instrumente
                    der Landentwicklung 2011 

175
           6.1.3  Aufnahme von "Wandel in den Köpfen" in die
                    Leitlinien der Landentwicklung

177
           6.1.4  Anwendungsstand von "Wandel in den Köpfen"
                    in der Praxis

183
    6.2  Gestaltete lokale Veränderungsprozesse (LVP) als
           eigenständiges Instrument der Landentwicklung

184
           6.2.1  Vorschlag zur Weiterentwicklung der
                    Instrumente 2016

184
           6.2.2  Fördergrundsatz gestaltete lokale Veränderungs-
                    prozesse (LVP)

189
    6.3  Beurteilung des eigenständigen Fördergrundsatzes
           und Ausblick

193
 
7  Beantwortung der Forschungsfragen 198
 
8  Literaturverzeichnis 213
 
9  Anhang 224
    9.1  Fragebogen zur Expertenbefragung am 26.2.2016
           in Daun

224
    9.2  Lebenslauf 226

 


 
Zusammenfassung

Seit langem müssen sich ländliche Räume mit Veränderungen, die durch den wirtschaftlichen Strukturwandel und die demografische Entwicklung ausgelöst werden, auseinandersetzen. Dazu stehen den ländlichen Räumen verschiedene Instrumente der Landentwicklung zur Verfügung, wozu seit 2011 auch der „Wandel in den Köpfen“ gehört. Mit „Wandel in den Köpfen“ werden gestaltete lokale Veränderungsprozesse (LVP) angesprochen und erstmals in das Instrumentenportfolio der Landentwicklung eingeführt. Mit der starken Zuwanderung in 2015 änderten sich die Rahmenbedingungen für die ländliche Entwicklung erneut, so dass es einer weiteren Anpassung des Instrumentenkoffers der Landentwicklung bedarf.

In der Arbeit werden die Handlungserfordernisse in Schrumpfungsregionen näher analysiert, um dem Erfordernis gleichwertiger Lebensbedingungen in allen Teilräumen gerecht zu werden. Hieraus ergibt sich, dass das Change Management als LVP insbesondere für den altersgerechten Dorfumbau und die nachhaltige Integration von Migranten eine wirksame Ergänzung des bestehenden Instrumentenportfolios der Landentwicklung darstellt. Zur Realisierung wird das in den Betriebs- und Organisationswissenschaften etablierte Instrument in Form des Acht-Stufen-Veränderungsfahrplans nach Kotter (2011) in die ländliche Entwicklung methodisch-konzeptionell übertragen und in einem Pilotprojekt verifiziert. Durch die eingehende Analyse und Evaluation des Anwendungsbeispiels tritt die Funktions- und Wirkungsweise von LVP nicht nur theoretisch, sondern auch praxisbezogen deutlich zu Tage. Hierauf aufbauend enthält die Arbeit einen begründeten Vorschlag, LVP als neuen Fördergrundsatz im Rahmen der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) einzuführen.
 



Abstract

For a long time, rural areas have been facing challenges caused by structural changes in the economy, as well as demographic developments of the society. To meet those challenges, rural areas have several instruments, introduced by Land Development, at their disposal. One of those being the "change in mindset", that has continuously gained significance since it was firstly introduced in 2011. "Change in mindset" thereby addresses local change-processes (LCP's) that were newly introduced into the instrument portfolio of Land Development. However, with the strong immigration increase in 2015, basic conditions for rural development have changed, thus postulating additional adjustments in the land development's instrument portfolio.

This dissertation focuses on the analysis of actions required specifically in shrinking regions in order to provide equal living conditions across all regions. It shows that change management as "LCP" is an effective complementary instrument to the Land Development's portfolio - especially in context of age-based modifications of, and the sustainable integration of migrants into villages. The instrument is well established within management and organizational sciences, and its' implementation based on Kotter's eight-step-change roadmap (2011). It was thereby methodically-conceptually transferred into the context of rural development, and verified through a successful pilot project. In-depth analysis and evaluation of the case study proves not only the theoretical, but practical functionality and effectiveness of LCP's. Based on these results, the dissertation contains a well-reasoned proposal to use LCP as new funding principle within the scope of the federal and state task „Improvement of the agricultural structures and the coastal protection (GAK)".

 


 
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