Der Beitrag des Militärs zur Kartographie Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 87/2012


 
Der Beitrag des Militärs zur Kartographie
Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert

Rudolf HAFENEDER
 

In: BEINEKE, Dieter / HEUNECKE, Otto / HORST, Thomas / KLEIM, Uwe G. F. (Hrsg.) [2012]:
Festschrift für Univ.-Prof. Dr.-Ing. Kurt Brunner anlässlich des Ausscheidens aus dem aktiven Dienst.
Schriftenreihe des Instituts für Geodäsie der Universität der Bundeswehr München, Heft 87, Neubiberg, S. 73-83.
 



Zusammenfassung

Die topographische Geländeaufnahme auf der Grundlage einer Triangulation, die kartographische Bearbeitung der Kartenoriginale, die Repro- und Druckarbeiten sowie der Kartenvertrieb und -verkauf waren keine originär militärischen Aufgaben. Amtliche topographische Karten für das Planen von Operationen (Maßstabsbereich: 1:200.000 bis 1:500.000) und für das Führen der Truppe im Gefecht (Maßstabsbereich: 1:25.000 bis 1:100.000) waren durch staatliche Institutionen zu schaffen; das Militär war der Hauptbedarfsträger dieser raumbezogenen Informationen, die für das gesamte Staatsgebiet in einheitlicher, möglichst aktueller Form zur Erfüllung staatlicher, gesellschaftlicher, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Aufgaben benötigt wurden. War der militärische Bedarf dringend zu decken, die zivile Seite aber nicht dazu in der Lage, musste das Militär entweder die Kartenherstellung mit einem finanziellen Zuschuss unterstützen oder selbst die Herstellungsaufgabe übernehmen. Militärische Spezialkarten und Karten der Kriegsschauplätze des Ersten und Zweiten Weltkrieges werden in diesem Beitrag nicht betrachtet; sie fielen in die Zuständigkeit der Militär-Kartographie.
 



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