Geodätische Astronomie

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 60-1 / 2000


 
Geodätische Astronomie  -
Aussichten an der Schwelle zum 21. Jahrhundert

Albert SCHÖDLBAUER
 

In: CASPARY, Wilhelm / HEISTER, Hansbert / SCHÖDLBAUER, Albert / WELSCH, Walter (Hrsg.) [2000]:
25 Jahre Institut für Geodäsie.
Teil 1:  Wissenschaftliche Beiträge und Berichte.

Schriftenreihe des Studiengangs Geodäsie und Geoinformation der Universität der Bundeswehr München, Heft 60-1, Neubiberg, S. 27-56.
 



Zusammenfassung

Aufgrund ihrer wesentlich größeren Genauigkeit und ihrer Nutzerfreundlichkeit hat die Satellitennavigation die Astronavigation fast vollständig verdrängt. In diesem Trend hat auch die Geodätische Astronomie einige ihrer traditionellen Aufgaben eingebüßt. Die Kernaufgabe der Geodätischen Astronomie, nämlich die direkte Bestimmung der Lotrichtungen in einem erdfesten Bezugssystem, aknn jedoch von keinem anderen Messverfahren geleistet werden.

Mit neuen Ansätzen zur Automation kann die Geodätische Astronomie die ihr verbliebene Aufgabe künftig wirtschaftlicher als bisher erledigen. Sie kann so einen eigenständigen Beitrag zur Geoidbestimmung leisten und in dieser Funktion das Instrumentarium der Satellitengeodäsie sogar wirkungsvoll ergänzen. In dem vorliegenden Beitrag wird über die Entwicklungen in Theorie und Praxis berichtet, die die Erwartung begründen, dass die Geodätische Astronomie in der Geodäsie künftig wieder eine größere Rolle spielen wird.
 



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