Die Grünwalder Brücke

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 60-1 / 2000


 
Die Grünwalder Brücke  -
ein historisches Bauwerk
im Lichte geodätischer Überwachungsmessungen

Martin LANG
 

In: CASPARY, Wilhelm / HEISTER, Hansbert / SCHÖDLBAUER, Albert / WELSCH, Walter (Hrsg.) [2000]:
25 Jahre Institut für Geodäsie.
Teil 1:  Wissenschaftliche Beiträge und Berichte.
Schriftenreihe des Studiengangs Geodäsie und Geoinformation der Universität der Bundeswehr München, Heft 60-1, Neubiberg, S. 215-229.
 



Zusammenfassung

Kurz nach der Jahrhundertwende erbaut, gilt die südlich von München gelegene Grünwalder Isarbrücke als eine der ersten Stahlbetonbrücken der Welt. Der Druck, den die Rutschmassen des westlichen Uferhanges auf die Brücke ausüben, führte bereits wenige Jahre nach Fertigstellung des Bauwerks zu ersten Schäden. Die Sprengung des Grünwalder Bogens zu Ende des Zweiten Weltkrieges bewirkte eine vorläufige Entlastung. Der nach dem Wiederaufbau 1949 wieder voll auf das Bauwerk einwirkende Hangdruck führte in der Folgezeit zu einer Schiefstellung eines Hauptpfeilers. Um eine Entlastung der Brücke zu ermöglichen und zur Vermeidung weiterer (irreversibler) Schäden wurde im Sommer 1992 eine geschlossene Dehnungsfuge wieder geöffnet und erweitert. Die durch die Entlastung induzierten Bewegungen wurden mit Hilfe geodätischer Messungen bestimmt. Die anschließenden Überwachungsmessungen und gesonderte Detailuntersuchungen dauern bis zum heutigen Tag an und sind in diesem Beitrag zusammengestellt.
 



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