Photogrammetrische Auswertung von Bildsequenzen

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 60-1 / 2000


 
Photogrammetrische Auswertung
von Bildsequenzen

Jochen KLEMM
 

In: CASPARY, Wilhelm / HEISTER, Hansbert / SCHÖDLBAUER, Albert / WELSCH, Walter (Hrsg.) [2000]:
25 Jahre Institut für Geodäsie.
Teil 1:  Wissenschaftliche Beiträge und Berichte.

Schriftenreihe des Studiengangs Geodäsie und Geoinformation der Universität der Bundeswehr München, Heft 60-1, Neubiberg, S. 193-203.
 



Zusammenfassung

Es wird zunächst gezeigt, wie die photogrammetrische Auswertung der Bildpaare im kinematischen Vermessungssystem KiSS abläuft. Die Vorgehensweise zur Vorabbestimmung der inneren und äußeren Orientierung wird ebenso dargestellt wie der Ablauf der Punktmessung in einem Bildpaar. Dabei wird auf die Nachteile einer bildpaarweisen Berechnung der Objektpunkte eingegangen.

Die Ausgleichung von Bildpaarsequenzen bietet im Gegensatz dazu die Möglichkeit, Mehrfachmessungen zu integrieren sowie zusätzliche Verknüpfungselemente einzubeziehen und so die Orientierungsparameter ggf. zu verbessern. Die gewählten Beobachtungsarten mit ihren Bedingungsgleichungen werden erläutert. Zusätzliche Bedingungen in Form horizontaler bzw. vertikaler Kanten können als Paßinformation die Stabilität erhöhen.

Für die Programmierung wird ein objektorientierter Ansatz der Ausgleichung vorgestellt. Dieser hat den Vorteil, sehr flexibel und damit leicht erweiterbar zu sein.

Schließlich wird der Ausgleichungsalgorithmus erläutert. Alle Eingangsgrößen außer den Bildkoordinaten werden als unbekannt und stochastisch angesehen, während die vorab geschätzten Werte als Pseudobeobachtungen eingeführt werden.
 



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