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Die Vorplanung bei großräumigen Neutrassierungen für schienengebundene Schnellverkehrssysteme

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 6/1982


 
Die Vorplanung
bei großräumigen Neutrassierungen
für schienengebundene Schnellverkehrssysteme

Reinhard FISCHER / Gert KARNER
München

 

In: CASPARY, Wilhelm / WELSCH, Walter M. (Hrsg.) [1982]:
Beiträge zur großräumigen Neutrassierung
Schriftenreihe Wissenschaftlicher Studiengang Vermessungswesen, Hochschule der Bundeswehr München, Heft 6, Neubiberg, S. 102-113.
 



Vorbemerkungen

Das Ing.-Büro KARNER hatte in den Jahren 1979 - 1981 die Projektleitung von zwei großen Studien für großräumige Neutrassierungen schienengebundener Schnellbahnsysteme.

Während der Durchführung dieser Projekte entstand zwischen den beteiligten Parteien die Idee, die gewonnenen Erkenntnisse auch anderen interessierten Kreisen, welche sich mit Trassierungsproblemen im weitesten Sinne beschäftigen, insbesondere auch Studenten der Fachrichtungen Bauingenieur- und Vermessungswesen, zugänglich zu machen.

Nun ist ein solches Vorhaben für ein im Wettbewerb stehendes Büro, wie das unsere, nicht frei von Problemen.

Den wissenschaftlichen Leser interessieren naturgemäß nicht die allgemeinen Fähigkeiten von eigens für diesen Zweck entwickelten Programmsystemen, sondern vielmehr deren mathematische Grundlagen und die Art und Weise, wie verschiedene sowohl bekannte Bausteine als auch neue Entwicklungen zusammengesetzt wurden, um die gestellten Aufgaben lösen zu können.

Hier jedoch beginnen die Schwierigkeiten, wenn etwa die Grundlagen für Kostenmodelle oder für Bewertungsansätze in solcher Weise offengelegt werden, daß ein Nachvollzug der Arbeiten möglich wird.

Das von unserem Büro entwickelte Verfahren zur Bearbeitung großräumiger Neutrassierungen - nicht zuletzt auch deren Darstellungsformen - stellt in gewissem Sinne ein Betriebskapital dar, welches nicht notwendigerweise auch Wettbewerbern zur Verfügung steht.

Die Beschreibung der Arbeiten im Rahmen der Vorplanung kann sich daher nur auf den allgemeinen Verfahrensablauf und die Kenntlichmachung von Problempunkten beziehen, nicht aber auf Lösungsansätze.

Dennoch können die nachfolgenden Erläuterungen vielleicht insofern von Interesse sein, als dadurch die nach unserem Wissen nicht gerade umfangreichen Unterlagen zum Thema "Trassierung und Umwelt" ergänzt werden.

Bei den Versuchen zur Verwirklichung technischer Planungen auf dem Verkehrswegesektor ist nämlich hinreichend deutlich geworden, daß auch die technisch noch so perfekte Trasse kaum eine Chance hat, wenn nicht die Einwirkungen auf die Umwelt in angemessener Weise berücksichtigt wurden.

Es ist daher schon bei vorbereitenden Projektstudien notwendig, den gesamten Planungsraum mit seinen Konfliktpotentialen darzustellen, um bei gravierenden Einwänden gegen eine Trassenführung jederzeit Alternativen aufzeigen zu können.

Das von uns gewählte und nachfolgend beschriebene Planungsverfahren kann bei einer solchen Gegebenheit jederzeit mit geringstmöglichem Aufwand reagieren.
 



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