Interpolation

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 46/1994


 
Interpolation  -  eine triviale Ingenieuraufgabe?

Friedrich S. KRÖLL
 

In: BRUNNER, Kurt / PEIPE, Jürgen (Hrsg.) [1994]:
Festschrift für Prof. Dr.-Ing. Egon Dorrer zum 60. Geburtstag.
Schriftenreihe des Studiengangs Vermessungswesen der Universität der Bundeswehr München, Heft 46, Neubiberg, S. 137-154.
 



Zusammenfassung

Die Entwicklung von Modellen ist für den Menschen seit alters her eine wesentliche Voraussetzung für sein Verstehen - oder besser »Begreifbarmachen« - einer sehr komplex funktionierenden und weitgehend unverständlichen Umwelt. Dabei kommt es mangels »besseren Wissens« über die Zusammenhänge oder aus anderen Gründen zu mehr oder weniger starken Vereinfachungen, Diese erleichtern dann zwar häufig unser Verständnis grundlegender Tatbestände, können aber wegen des dadurch entstandenen, nur groben Abbildes nicht alle Einzelheiten enthalten. Will man die Güte von Modellen beurteilen, so muß man entsprechende Kriterien für ihre Bewertung zumeist als Genauigkeiten - wieder als Modelle - entwickeln. Auch Interpolationen müssen Modellen genügen, die nur mehr oder weniger gute Abbilder der zumeist unbekannten oder erst näher zu ergründenden Realität sein können. Diese Tatsache bedingt in der Praxis des Ingenieurs unterschiedliche Strategien für ausgewählte und nachfolgend behandelte Aufgaben. Diese mögen verdeutlichen, daß Lösungen scheinbar einfach zu lösender Aufgaben, betrachtet man alle notwendigen Einzelheiten, nicht notwendigerweise auch trivial sein müssen.
 



zurück zur Übersicht des Heftes 46