Integration von GPS und GIS

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 46/1994


 
Integration von GPS und GIS

Der digitale Datenfluß
von der digitalen Feldaufnahme
mittels GPS-Satellitenmessungen
bis in das Geographische Informationssystem

Günter W. HEIN
 

In: BRUNNER, Kurt / PEIPE, Jürgen (Hrsg.) [1994]:
Festschrift für Prof. Dr.-Ing. Egon Dorrer zum 60. Geburtstag.
Schriftenreihe des Studiengangs Vermessungswesen der Universität der Bundeswehr München, Heft 46, Neubiberg, S. 85-93.
 



Zusammenfassung

Herkömmliche terrestrische Methoden zur Erfassung positionsbezogener Daten für Geographische Informationssysteme (GIS) sind sehr zeit- und daher kostenintensiv. Optimale Möglichkeiten für eine effektive Aufnahme von Freilanddaten bieten Positionsbestimmungen mit Hilfe des Global Positioning System (GPS). Das Global Positioning System ist ein Satellitennavigationssystem, das absolute Positionsgenauigkeiten von 100 m mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% erlaubt. Differential-GPS (DGPS) dagegen ermöglicht relative Positionsbestimmungen bis zu wenigen Zentimetern bei kinematischen Anwendungen. Die Kombination von GPS und GIS erlaubt einen digitalen Datenfluß von der Feldarbeit bis zur Aufbereitung der Daten. Mittels GPS-Empfänger und geeigneter Datenerfassungssoftware werden linien-, punkt- und flächenförmige Strukturen positionsbezogen und gleichzeitig mit den entsprechend zugeordneten Sachattributen digital erfaßt. In diesem Artikel werden der Aufbau und die Voraussetzungen für einen digitsalen GPS/GIS Datenfluß beschrieben. Desweiteren werden die Eigenschaften der am Institut für Astronomische und Physikalische Geodäsie der Universität der Bundeswehr München entwickelten bedienungsfreundlichen Datenerfassungs- und Auswertesoftware dargestellt. An Hand von Beispielen durchgeführter Testmessungen im Nationalpark Berchtesgaden wird die Funktionalität des gesamten Systems erläutert.
 



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