Bestehende und künftige geodätische Bezugssysteme

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 45/1993


 
Bestehende und künftige
geodätische Bezugssysteme in Europa
und im wiedervereinigten Deutschland

Achim MÜLLER
 

In: INSTITUT FÜR GEODÄSIE (Hrsg.) [1993]:
Das Global Positioning System im praktischen Einsatz der Landes- und Ingenieurvermessung. Beiträge zum Geodätischen Seminar, 12.-14. Mai 1993.
Schriftenreihe des Studiengangs Vermessungswesen der Universität der Bundeswehr München, Heft 45, Neubiberg, S. 185-202.
 



Zusammenfassung

Die europäischen Staaten verwenden für ihre nationalen geodätischen und kartographischen Aufgabenstellungen unterschiedliche geodätische Bezugssysteme, deren Entwicklung z.T. bis in das 19. Jahrhundert zurückreicht. Das einst einheitliche deutsche Bezugssystem ist aufgrund der über vierzigjährigen Teilung Deutschlands sogar in zwei nicht miteinander kompatible Systeme zerfallen. Die mit Blick auf zahlreiche grenzüberschreitende Aufgabenstellungen notwendige Zusammenführung der isoliert entwickelten nationalen Festpunktfelder in ein gemeinsames geodätisches Datum, insbesondere die dabei notwendige Überwindung des im europäischen und deutschen Vermessungswesen nach wie vor bestehenden "Eisernen Vorhangs", erfordern einen übergeordneten festen geodätischen Rahmen. Dieser Rahmen wurde durch den Aufbau eines auf Satelliten-Laser-Ranging- und GPS-Stationen gestützten globalen Festpunktfeldes geschaffen. Der Beitrag enthält einen Überblick über den status quo und schildert die zur Zusammenführung unternommenen Aktivitäten (EUREF, DREF).
 



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