Heft 45/1993

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie


 
Heft 45/1993

INSTITUT FÜR GEODÄSIE  [Herausgeber]

Das Global Positioning System im praktischen Einsatz der Landes- und Ingenieurvermessung

Beiträge zum Geodätischen Seminar 12.-14. Mai 1993

312 S.

ISSN:  0173-1009

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Herausgebers


 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Herausgebers 3

Grundlagen

7
Heister, Hansbert
     Einführung in die Positionsbestimmung mit dem
     Global Positioning System (GPS)


9
Eissfeller, Bernd
     Stand der GPS-Empfänger-Technologie

29
Gurtner, Werner
     Stand der GPS-Auswertesoftware

57

Beobachtungsverfahren und Planung
von GPS-Kampagnen


83
Sternberg, Harald
     Meßgrößen und Beobachtungsverfahren für
     GPS-Messungen


85
Hollmann, Rolf
     Überlegungen zur Anlage und Auswertung kleinräumiger
     Ingenieurnetze mit Hilfe des GPS


107
Krack, Klaus
     Einrichtung eines Grundlagennetzes mit Hilfe des GPS
     in Ruanda


139

Bezugssysteme und Datumstransformation

159
Schödlbauer, Albert
     Bezugssysteme und Koordinatentransformation für
     geodätische Arbeiten mit dem Global Positionig System


161
Müller, Achim
     Bestehende und künftige geodätische Bezugssysteme
     in Europa und im wiedervereinigten Deutschland


185
Scherer, Bernd
     Die Behandlung von GPS-Netzen als freie Netze und
     ihre Erfassung in hierarchisch aufgebauten, nicht
     homogenen Netzstrukturen



203

Das Höhenproblem,
GPS in Verbindung mit anderen Meßverfahren,
Ausblick und Perspektiven



229
Schödlbauer, Albert
     Höhenbestimmung mit dem Global Positioning System

231
Hein, Günter W.
     Nutzung des Global Positioning System (GPS) in
     Verbindung mit anderen Meßverfahren


265
Welsch, Walter
     Vermessungstechnische Möglichkeiten des Global
     Positioning System  -  Rückblick und Ausblick


281

Anhang

 
Teilnehmerliste 303
 

 
Vorwort des Herausgebers


Beim letzten GPS-orientierten Seminar des Instituts für Geodäsie der Universität der Bundeswehr München im April 1989, das modernen Verfahren der Landesvermessung gewidmet war, bestand die Zielsetzung der Veranstalter im wesentlichen darin, die aus der Praxis kommenden Seminarteilnehmer auf das Global Positioning System als hervorragendes Instrumentarium zur Lösung geodätischer Routineaufgaben aufmerksam zu machen. Besonders hervorgehoben wurde dabei die Möglichkeit, unter Zuhilfenahme des GPS in (West-) Europa, wo auf einem vergleichsweise engem Raum eine Vielzahl nationaler geodätischer Bezugssysteme existiert, ein einheitliches europäisches Bezugssystem einzuführen, wie es von vielen Nutzern benötigt und mehr und mehr gefordert wird. Im übrigen wirde ein Technologiestand präsentiert, der sich sowohl in der Komponente des Raumsegments als auch in den Hard- und Software-Komponenten des Systems noch im Entwicklungsstadium befand, mit der Folge, daß die wenigsten potentiellen Nutzer damals schon bereit waren, unverzüglich zu dem neuen Instrument zu greifen. Das seinerzeit noch überaus hohe Preisniveau der Instrumente tat ein Übriges, diese Haltung zu bestärken.

Seit diesem Seminar sind vier Jahre vergangen und das System steht kurz vor seiner Vollendung. Von den geplanten 24 Satelliten sind bereits 22 im Umlauf. Obwohl sich unter den verfügbaren Satelliten einige auslaufende Modelle befinden und noch nicht alle in ihre endgültige Position gebracht wurden, ist mittlerweile ein Verfügungsstand erreicht, der - gemessen am geplanten Endausbau - kaum noch Wünsche offen läßt. Die diesem Vorwort vorangestellte Darstellung, die die während des Seminars von Neubiberg aus sichtbaren Satellitenbahnen zeigt, ist hierfür ein sehr anschaulicher Beleg.

Das GPS ist mittlerweile so tief in das Bewußtsein der Fachwelt eingedrungen, daß es nicht mehr nötig ist, seine Bedeutung besonders zu begründen. Auch präsentiert sich das System heute überaus benutzerfreundlich: Geräte- und Software-Hersteller bieten Produkte an, die die Nutzer - mehr oder weniger - von systeminternen Problemen fernhalten und in die Lage versetzen, sich den eigentlichen Vermessungsproblemen zuzuwenden. Daß im Zuge dieser Entwicklung Geräte und Softwarepakete mehr und mehr in "black boxes" verschwinden, werden die meisten Nutzer eher als Vorteil, denn als Nachteil werten.

Das GPS wird derzeit auf breiter Front in die Praxis der Landes- und Ingenieurvermessung eingeführt. Dies ist in erster Linie der mittlerweile erreichten Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Systems zu verdanken. In Europa hat dieser Trend durch die politischen Ereignisse der letzten vier Jahre einen zusätzlichen Schub erfahren. Ausgelöst durch die deutsche Wiedervereinigung und durch die Auflösung des Warschauer Paktes sind die Aufgaben der Landesvermessung und der Ingenieurvermessung in Deutschland und in osteuropäischen Nachbarländern sprunghaft angestiegen. Das GPS versetzt Landesvermessung und Ingenieurbüros in die Lage, die von dieser Entwicklung ausgehende große Herausforderung anzunehmen.

Institut für Geodäsie
der Universität der Bundeswehr München
 


 
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