Strainanalyse aus geodätischen Netzbeobachtungen

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 39/1989


 
Strainanalyse
aus geodätischen Netzbeobachtungen

Walter WELSCH
 

In: KERSTING, Norbert / WELSCH, Walter (Hrsg.) [1989]:
Rezente Krustenbewegungen. Seminar, 8.-9. Juni 1989.
Schriftenreihe des Studiengangs Vermessungswesen der Universität der Bundeswehr München, Heft 39, Neubiberg, S. 171-189.
 



Zusammenfassung

Die Analyse wiederholt beobachteter geodätischer Netze zur Überwachung rezenter Krustenbewegungen führt zur Aufdeckung geometrischer Verzerrungen, die Art und Maß der Bewegungen beschreiben. Nach ihrer Art unterscheidet man Starrkörperbewegungen einzelner Netzteile relativ zueinander und Verzerrungen affiner Art, die sich zunächst überlagern und in der Analyse voneinander getrennt werden müssen. Darüber hinaus ist zu bedenken, daß die Analysen gewöhnlich auf Punktlageänderungen beruhen, die durch die Veränderungen der Punktkoordinaten festgestellt werden. Mit den Punktkoordinaten sind zunächst aber auch alle Analyseergebnisse, das sind die Bewegungs- und Verformungsparameter, von dem gewählten Koordinatensystem abhängig. Es gilt also, diese Abhängigkeit von der Wahl des Koordinatensystems zu beseitigen. Die so erhaltenen Parameter sind anschaulicher und einer Interpretation zugänglicher.

Durch geeignete mathematische Verfahren kann man flächendeckende Bewegungs- und Verformungsfelder erzeugen und generalisieren, wodurch die Anschaulichkeit erhöht wird. Einige praktische Beispiele sollen dies belegen.
 



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