Grenzen hochempfindlicher Neigungsmesser

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 39/1989


 
Grenzen hochempfindlicher Neigungsmesser
für die Beobachtung
rezenter Krustenbewegungen

Dietrich EMTER
 

In: KERSTING, Norbert / WELSCH, Walter (Hrsg.) [1989]:
Rezente Krustenbewegungen. Seminar, 8.-9. Juni 1989.
Schriftenreihe des Studiengangs Vermessungswesen der Universität der Bundeswehr München, Heft 39, Neubiberg, S. 125-139.
 



Zusammenfassung

Weltweit beobachtete Driftraten gezeitenempfindlicher Neigungsmesser werden verglichen mit Neigungsraten, die durch tektonische Bewegungen von Krustenblöcken auftreten können. Der Vergleich zeigt, daß die Driftraten der überwiegenden Mehrheit der Neigungsmesser um mindestens eine Größenordnung größer sind als die Neigungsraten, die tektonisch noch sinnvoll sein können. Die Ursachen für die Driften sind daher in instrumentellen oder sehr lokalen Instabilitäten zu suchen. Nur mit enormem Kontrollaufwand an observatoriumsgebundenen langen Schlauchwaagen könnte es möglich werden, die Langzeitstabilität so zu verbessern, daß rezente Krustenneigungen erfaßbar werden.
 



zurück zur Übersicht des Heftes 39