Konzepte zur Auswertung von GPS-Observablen

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 38-1/1990


 
Konzepte zur Auswertung von GPS-Observablen

Herbert LANDAU
 

In: SCHÖDLBAUER, Albert (Hrsg.) [1990]:
Moderne Verfahren der Landesvermessung,
Teil I: Global Positioning System.
Beiträge zum 22. DVW-Seminar, 12.-14. April 1989.

Schriftenreihe des Studiengangs Vermessungswesen der Universität der Bundeswehr München, Heft 38-1, Neubiberg, S. 21-50.
 



Zusammenfassung

Bei der Nutzung des Global Positioning Systems für die Geodäsie werden heute unterschiedliche Auswertekonzepte eingesetzt, die es erlauben, Relativpositionierungen im dreidimensionalen Raum mit Genauigkeiten von bis zu 0.1 ppm und besser durchzuführen. Im folgenden sollen Methoden vorgestellt werden, die bei der geodätischen Datenreduktion zur Anwendung kommen und durchweg alle auf der Nutzung der Trägerphasen basieren. Bei der Konzeption von Software unterscheiden sich die Ansätze primär in der Verarbeitung von originärer (undifferenzierter) Phase oder deduzierten Observablen (Phasendifferenzen). Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Datenreduktion ist die Behandlung von Phasenmehrdeutigkeiten, da Methoden, die die Ganzzahligkeit dieser Größen ausnutzen, zu einer erhablichen Genauigkeitssteigerung führen können. Ein modernes Softwarepaket (TOPAS) wird vorgestellt, welches die Auswertung von Daten unterschiedlicher Empfängertypen erlaubt. Anwendungen dieser Software auf die Auswertung von TI 4100- und TRIMBLE 4000 SX-Daten belegen die Erreichbarkeit von Millimetergenauigkeit bei kleinen Netzen und Relativgenauigkeiten von 0.01 ppm bei Netzen mit Basislinien von mehr als 1000 km.
 



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