Heft 24/1987

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie


 
Heft 24/1987

NEUGEBAUER, Gustav
[Herausgeber]

BRENTA-MONOGRAPHIE

Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Hochgebirgskartographie
mit Beiträgen von D. Beineke, H. C. Berann, W. de Concini, G. Hell, D. Herm, H. Immel, U. Kleim, G. Neugebauer, K. Ringle

187 S.

Auflage:  1000

ISSN:  0173-1009

Inhaltsverzeichnis

Einleitung



Inhaltsverzeichnis

I Einleitung
von Gustav Neugebauer
7
II Die "Karte der Brentagruppe" 1:25.000 von 1908
in der Bearbeitun
g von Leo Aegerter und Hans Rohn

von Gustav Neugebauer

13
III Die Erneuerung der "Karte der Brentagruppe"
1:25.000 von 1908:
 
III/1 Aerotriangulation "Brenta"
von Günter Hell und Konrad Ringle
31
III/2 Geometrisch-topometrische Genauigkeitsuntersuchung
von Dieter Beineke
35
III/3 Topographisch-morphographische Untersuchung
von Gustav Neugebauer
63
III/4 Geländeerkundung und topographischer Einsatzbericht
von Gustav Neugebauer
93
III/5 Reproduktionstechnische Anwendungen und kartographische Bearbeitung
von Gustav Neugebauer

109
III/6 Kartographische Originalherstellung
von Uwe Kleim
127
III/7 Geologisch-geomorphologische Erläuterung
von Dietrich Herm und Harald Immel
141
III/8 Zur Toponomastik in der Brentagruppe
von Wolftraud de Concini
167
III/9 Die "Kartenprobe Brenta" in vogelschaubildlicher Darstellung
von Heinrich C. Berann und Gustav Neugebauer
 
173
Schriftenreihe des Studiengangs Vermessungswesen an der UniBwM
185
 

 
Einleitung  (Auszug)

Der Lehrstuhl für Kartographie und Topographie an der Universität der Bundeswehr München hat es sich nach über einjähriger Vorbereitung *) 1982 zur Aufgabe gemacht, die Hochgebirgskarte der Brentagruppe 1:25.000 von L. Aegerter und H. Rohn aus dem Jahr 1908/38 **) zu erneuern und wieder herauszugeben. Diesem Entschluß ist ein Forschungsvorhaben zugrunde gelegt, das sich im Kern mit Untersuchungen zur Fortführung und Genauigkeit dieser in großen Teilen stark veralteten, in ihrer klassischen Felsdarstellung jedoch bis heute unerreichten Karte befaßt.

Die Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens sind in der vorliegenden Monographie zusammengestellt. Mit ihrern Beiträgen haben neun Verfasser elf Teilsaspekte behandelt und damit eine breite Fächerung des Themas ermöglicht.

Den Anstoß zu diesem Projekt gab die erste Brentadurchquerung im Jahre 1975 mit meinem Bergfreund E. Quitt, welche mir eine hochalpine Formenwelt vor Augen führte, die, erschlossen von einem kühn angelegten Netz von Klettersteigen, stets wechselnde Szenerien einer faszinierenden Felslandschaft zeigt. Die dabei mitgeführte "Karte der Brentagruppe" 1:25.000 von 1908 des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins war quasi die zweite Faszination. In dieser Karte ist die Felslandschaft kartographisch in einer der Naturerscheinung angenäherten Form ausdrucksvoll wiedergegeben. Die Bearbeiter haben es verstanden, anspruchsvolle Vorstellungen von einer guten, landschaftsbezogenen Hochgebirgskarte mit hohem Anschaulichkeits- und Orientierungswert zu konkretisieren.

 

*)  In diesem Zusammenhang möchte ich hier J. Fischer erwähnen, der als Kartograph am Forschungsprojekt bis 1982 beteiligt war.

**)  Es gibt eine begrenzt fortgeführte Auflage der "Karte der Brentagruppe" 1:25.000 aus dem Jahre 1938. K. Finsterwalder, Innsbruck, hat das Wegenetz im Gelände kontrolliert und wesentliche Veränderungen desselben in die Karte übernommen. Dies geht aus einem Bericht hervor, den er am 14.4.1938 an den Verwaltungsausschuß des Deutschen Alpenvereins in Stuttgart sandte.
 



zurück zum Heft-Verzeichnis