Motografische Analyse bei der Motodiagnostik

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 23/1987


 
Motografische Analyse
bei der Motodiagnostik
von Bewegungsstörungen im Kindesalter

Gerhard NEUHÄUSER, Gießen
R. FUNKE, Gießen

 

In: DORRER, Egon / PEIPE, Jürgen (Hrsg.) [1987]:
Motografie
Symposium 11./12. März 1986

Schriftenreihe Studiengang Vermessungswesen, Universität der Bundeswehr München, Heft 23, Neubiberg, S. 179-187.
 



Zusammenfassung

In der neuropädiatrischen Praxis hat Motodiagnostik eine große Bedeutung: Bewegungsstörungen treten bei vielen Erkrankungen des Nervensystems auf, müssen daher immer sorgfältig registriert werden. Mit motoskopischen Verfahren sind motorische Fähigkeiten zu beurteilen; durch motometrische Tests ist der Erfolg bestimmter Bewegungsaufgaben zu bewerten. Die Motografie bietet den Vorteil, motorische Abläufe zu dokumentieren und einer quantitativen Analyse zugänglich zu machen. Dies wird an verschiedenen Beispielen demonstriert; bei einem Kind mit spastischer Diplegie war die Wirksamkeit medikamentöser Therapie deutlich zu zeigen. Die Weiterentwicklung der auch bei Kindern gut anwendbaren, das spontane Bewegungsverhalten kaum beeinflussenden Methode verspricht Informationen, die das Verständnis pathogenetischer Zusammenhänge verbessern und eine vergleichbare Therapieevaluation ermöglichen.
 



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