Motografie in der geotechnischen Bruchmechanik

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 23/1987


 
Motografie
in der geotechnischen Bruchmechanik

Volker FEESER, Kiel
 

In: DORRER, Egon / PEIPE, Jürgen (Hrsg.) [1987]:
Motografie
Symposium 11./12. März 1986

Schriftenreihe Studiengang Vermessungswesen, Universität der Bundeswehr München, Heft 23, Neubiberg, S. 151-162.
 



Zusammenfassung

Bodenmechanische Bruchkriterien legen für Lockergesteine einen Scherversagensmechanismus zugrunde. In der Felsmechanik besteht allgemeiner Konsens darüber, daß das Festgesteinsversagen auf mikrorißgesteuerte Trennbruchmechanismen zurückzuführen ist. Im Übergangsbereich zwischen Locker- und Felsgesteinen herrscht Unklarheit über den Versagensmechanismus.

Zur Klärung des Versagensmusters der Übergangsgesteine ist eine Erfassung des Mikrodilatanzverhaltens bei Festigkeitsuntersuchungen im Labor erforderlich. Im geotechnischen Versuchswesen stehen hierfür keine geeigneten Aufnahmeverfahren zur Verfügung.

Mit der Modifikation und dem Einsatz der motografischen Spuraufnahme wurde eine Möglichkeit zur Dilatanzmessung eröffnet. Methodik und Versuchskomponenten werden beschrieben. Das Aufnahmeverfahren beschränkt sich im augenblicklichen Entwicklungsstadium auf Anwendungen im einaxialen Kompressionsversuch; eine Erweiterung auf triaxiale Kompressionsversuche ist vorgesehen.
 



zurück zur Übersicht des Heftes 23