Der Einsatz der Fluoreszenz-Motografie in der Botanik

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 23/1987


 
Der Einsatz der Fluoreszenz-Motografie
in der Botanik

Eckart BAUM, Braunschweig
Günter FELLENBERG, Braunschweig

 

In: DORRER, Egon / PEIPE, Jürgen (Hrsg.) [1987]:
Motografie
Symposium 11./12. März 1986

Schriftenreihe Studiengang Vermessungswesen, Universität der Bundeswehr München, Heft 23, Neubiberg, S. 163-169.
 



Zusammenfassung

Die gesamte Fangbewegung des Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) konnte auf einem Bild dargestellt werden. Dazu wurden die Blattzähne der Klappfalle mit anorganischen Pigmenten markiert, die bei UV-Bestrahlung blau, grün und gelb fluoreszieren. Während des Fangvorganges wurden die Pigmente durch ein Stroboskop-Blitzgerät in Intervallen von 0,2 s zur Fluoreszenz angeregt. Da der Kameraverschluß während des gesamten Bewegungsablaufs geöffnet war, bildeten sich die Blattzähne als Farblinienspuren ab. Vor Beginn der Fangbewegung wurde die Klappfalle mit Hilfe eines normalen Blitzlichtes abgebildet. Durch Vermessen der Farblinienspuren auf der Motografie erhält man eine präzisere Analyse der Weg-Zeit-Beziehungen des ganzen Bewegungsablaufes, als es mit herkömmlichen Methoden der Kinematografie möglich ist.
 



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