Inertialvermessungen im Testnetz Ebersberger Forst

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 22/1987


 
Inertialvermessungen
im Testnetz Ebersberger Forst

Rolf KÖNIG
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg

 

In: CASPARY, Wilhelm / HEIN, Günter / SCHÖDLBAUER, Albert (Hrsg.) [1987]:
Beiträge zur Inertialgeodäsie
Geodätisches Seminar 25./26. September 1986

Schriftenreihe Studiengang Vermessungswesen, Universität der Bundeswehr München, Heft 22, Neubiberg, S. 317-330.
 



Zusammenfassung

Das für Inertialvermessungen ideale Testnetz Ebersberger Forst wird vorgestellt. Koordinaten und Schwerewerte sind auf konventionelle Art hochgenau bestimmt worden und können gegenüber den Ergebnissen aus Inertialvermessungen als fehlerfrei gelten. In diesem Netz wurden von der Universität der Bundeswehr München zu Vergleichszwecken Inertialmeßkampagnen mit den inertialen Vermessungssystemen der Firmen Ferranti, Honeywell und Litton durchgeführt. Die erreichten, absoluten Lage-/Höhengenauigkeiten nach der Einzeltraversenausgleichung liegen beim Ferrantisystem bei 3...8 dm / 1...2 dm, beim Honeywellsystem bei 1 dm / 1 dm und beim Littonsystem bei 1...2 dm / 1 dm. Durch eine Netzausgleichung können die Genauigkeiten gesteigert werden, im Fall Honeywell bis in den Zentimeterbereich.

Abhängigkeiten der Genauigkeiten von der allgemeinen Fahrtrichtung lassen sich nicht erkennen. Eine Schätzung der Absolutgenauigkeiten aus Wiederholungsmessungen ist möglich. Aus den Ergebnissen der vorliegenden L-Traversen kann nicht geschlossen werden, daß diese Befahrungsform die Positionierungsgenauigkeit negativ beeinflußt.

Schließlich werden noch die enorme Schnelligkeit und die hohe Zuverlässigkeit der Inertialvermessung anhand der praktischen Erfahrungen dargestellt.
 



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