Oberholzer 18 Kapitel 5

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 18/1985


 
Die Feld-Wald-Grenze in der Flurbereinigung

Gustav OBERHOLZER
 

In: OBERHOLZER, Gustav [1984]:
Landespflege in der Flurbereinigung
Teil II

Schriftenreihe des Wissenschaftlichen Studiengangs Vermessungswesen der Hochschule der Bundeswehr München, Heft 18, Neubiberg, S. 95-114.
 


 

In vielen Flurbereinigungsverfahren sind Waldgebiete eingeschlossen, zum Teil nur inselförmige Flächen, zum Teil aber auch größere Areale, wo Feld und Wald stark durchmischt sind. Umfangreichere forstwirtschaftliche Flächen sind dort miteinbezogen, wo Feld und Wald in einem Guß neu geordnet werden, d.h. wo eine kombinierte Feld-Wald-Flurbereinigung durchgeführt wird.

Überall dort, wo die Feld-Wald-Grenze innerhalb oder auch am Rande eines Flurbereinigungsgebietes liegt, steht sie bei der Planung des neuen Wege- und Gewässernetzes und bei der Neuzuteilung des Grundbesitzes zur Diskussion. Die Feld-Wald-Grenze war noch nie eine statische Größe, sondern ist mehr oder weniger im Laufe der Jahrhunderte ständig verschoben worden. Von manchen Gemeinden liegen großmaßstäbige Karten aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert vor, und es ist immer wieder bei einem Vergleich überraschend, wie sich die Feld-Wald-Verteilung in den letzten 200 Jahren verändert hat. In manchen Regionen der Bundesrepublik hat sich neuerlich der Wald beträchtlich ausgedehnt, vor allem durch die Aufforstung von Grenzertagsflächen. Steilere Hanglagen und feuchte Wiesentäler waren besonders davon betroffen.

Jedoch auch dort, wo die Feld-Wald-Grenze eine alte Nutzungsgrenzlinie darstellt, muß bei einer integralen Planung ihre ökonomische und ökologische Bedeutung gesehen und der jetzige Zustand des Waldrandbereichs analysiert werden, weil auch hier Verbesserungsmöglichkeiten im Rahmen der Flurbereinigung sich auftun, die genutzt werden sollten.

Nachfolgend wird der Waldrand zuerst in seiner Querschnittsform, anschließend in seinem linearen Verlauf behandelt.

 



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