Oberholzer 13 Kapitel 3

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 13/1984


 
Ein Beitrag zur systematischen Landschaftsanalyse und -planung

Gustav OBERHOLZER
 

In: OBERHOLZER, Gustav [1984]:
Landespflege in der Flurbereinigung
Schriftenreihe des Wissenschaftlichen Studiengangs Vermessungswesen der Hochschule der Bundeswehr München, Heft 13, Neubiberg, S. 17-38.
 


 

Schluß

Ausgehend von dem Gedanken, Landschaftsveränderungen mit Hilfe des Luftbildes und heute vor allem mit Hilfe des maßstabsgetreuen Orthophotos zu erfassen, wurde eine Methode vorgestellt, die es ermöglicht, quantitative Faktoren der Landschaft systematisch zu analysieren. Spätere Befliegungen und eine Wiederholung der Landschaftsanalyse machen Vergleiche möglich, und daraus lassen sich dann wieder Rückschlüsse auf Art und Ausmaß der Landschaftsveränderung ziehen.

Durch Vorgabe exakter quantitativer und qualitativer Parameter und damit eines konkreten Leitzieles läßt sich umgekehrt die Landschaftsplanung stärker systematisieren. Dieser Wunsch nach Systematisierung besteht schon lange, konnte jedoch bis heute wegen des großen ökologischen Erkenntnisdefizits z.B. über Minimalareale, Aktionsräume, Biotopgeometrie usw. nicht erfüllt werden. Deshalb wurde bei der vorgestellten Methode auf qualitative naturwissenschaftliche Vorgaben weitgehend verzichtet; sie wurden als jeweils für ein Gebiet von Experten zu bestimmende Parame- ter offen gelassen. Allein die systematische Analyse und Vorgabe quantitativer Faktoren wurde behandelt.

Die Ermittlung umfassender qualitativer Faktoren für eine ideal naturnah aufgebaute Kulturlandschaft ist noch eine große Aufgabe für die entsprechenden naturwissenschaftlichen Fachdisziplinen, die, wie es scheint, noch lange nicht gelöst sein wird. Auf die zunehmende Dringlichkeit ihrer Lösung muß jedoch ständig hingewiesen werden, wenn in Zukunft verstärkt Landschaft neu geschaffen und die Vielfalt der Natur mit mehr Nachdruck erhalten werden soll!
 



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