Invarianzeigenschaften von Strainparametern

Schriftenreihe
des Instituts für Geodäsie

Heft 10/1984


 
Invarianzeigenschaften von Strainparametern

Walter WELSCH
 

In: CASPARY, Wilhelm / SCHÖDLBAUER, Albert / WELSCH, Walter (Hrsg.) [1984]:
10 Jahre Hochschule der Bundeswehr München
Beiträge aus dem Institut für Geodäsie

Schriftenreihe Wissenschaftlicher Studiengang Vermessungswesen, Hochschule der Bundeswehr München, Heft 10, Neubiberg, S. 129-150.
 



Zusammenfassung

Bei der Untersuchung und Beschreibung von Deformationen, insbesondere auch im Bereich der rezenten Krustenbewegungen, mit Hilfe von Techniken der infinitesimalen Strainanalyse geodätischer Überwachungsnetze ist es häufig erwünscht, Transformationen des Koordinatensystems der Netze und Datumstransformationen der Koordinatenänderungen der Vergleichspunkte durchzuführen. Dabei erhebt sich die Frage der Invarianz und Schätzbarkeit der strainbeschreibenden Parameter gegenüber diesen Operationen.

Nach kurzer Darstellung der Ableitung der Strainparameter auf der Grundlage der Veränderungen der Koordinaten der Vergleichspunkte (x-Methode) und der Verzerrungen vergleichbarer Strecken und Winkel (l-Methode) werden die Untersuchungen durchgeführt. Als Ergebnis wird festgestellt, daß nach Transformationen des Koordinatensystems koordinatenbezogene Größen (Straintensor, reine Scherung) ähnlich abgebildet werden, während sich körperbezogene Größen (Dilatation, maximale Scherdehnung, Strainellipse) invariant verhalten. Diese sind somit im Sinne der Schätztheorie als vom Koordinatensystem unabhängige schätzbare Größen anzusehen. Gegenüber Datumstransformationen der Koordinatenänderungen verhalten sich im Regelfall alle Größen invariant.
 



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